The Rolling Stones - Soundtrack: Shine A Light - Cover
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Soundtrack: Shine A Light


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 117 Minuten
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7/10 Unsere Wertung
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Eigentlich ist das klassische Genre des Konzertfilms längst ausgestorben. Uneigentlich erlebt es aber seit einiger Zeit eine Widerauferstehung mit neuen Filmen über U2 („U2 3D“) und Neil Young („Heart Of Gold“) oder Teenie-Schmonzetten wie „Hannah Montana/Miley Cyrus: Best Of Both Worlds”. Und jetzt reihen sich auch die Rolling Stones in die Liste ein, denn Star-Regisseur und Oscar-Preisträger Martin Scorsese („Departed“) hat mit „Shine A Light“ einen Auftritt der Rock-Dinos gefilmt und damit neue Maßstäbe gesetzt.

Eingefangen von mehr als einem Dutzend Kameras, was ungefähr das Doppelte des Normalen darstellt, rockten Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts zusammen mit der Blues-Legende Buddy „Motherfucker“ Guy, Jack White von den White Stripes und Popstar Christina Aguilera im Oktober 2006 im New Yorker Beacon Theatre durch 22 Songs aus ihrer langen Karriere. Das kommt im Kino auf der großen Leinwand und mit einem brillanten Sound naturgemäß richtig stark rüber – fast wie bei einem Stadionkonzert in der ersten Reihe. Die dazugehörige Soundtrack-Doppel-CD muss dagegen durch ihren herkömmlichen Stereoklang leider ein paar Abstrichen machen. Dennoch ist das „erst“ siebte Live-Album der Stones keine Mogelpackung.

Durch die Beteiligung oben genannter Bühnengäste und einer homogenen Mischung aus absoluten Welthits wie „(I can’t get no) Satisfaction“, „Sympathy for the devil“ oder „Brown sugar“, fein ausgewählten Coverversionen („Champagne & Reefer”) und für den Nicht-Fan sicher weniger bekannten Titeln wie „Connection“ oder „Loving cup“, ist der „Shine A Light“-Mitschnitt auch für Stones-Fanatiker eine interessante und lohnenswerte Sache. Dass er keiner Sensation gleichkommt, dürfte trotzdem keinen Kenner wirklich überraschen.

Bei aller Spielfreude sind Stones-Auftritte seit mindestens 25 Jahren von großer Routine geprägt, die zwar mit kleinen Verspielern und gesanglichen Schieflagen garniert werden – obwohl es kaum etwas cooleres gibt, als einen tapsigen Keith Richards, der seine windschiefen Licks in die Landschaft rammt, während Mick Jagger wie ein Flummi über die Bühne hüpft – aber zwangsläufig keine großen Neuerungen zu bieten haben. Trotzdem ist allein der Auftritt von Christina Aguilera das Eintrittsgeld/den Kaufpreis wert, nämlich wenn das 1,60 Meter kleine Persönchen von der schieren Rock’n’Roll-Wucht vier alter Männer von der Bühne geblasen wird. Da kann die Waldfee noch so schreien. Hilfe bekommt sie keine.

Anspieltipps:

  • Some girls
  • Brown sugar
  • All down the line
  • Champagne & Reefer
  • Sympathy for the devil

Dieser Artikel ging am um 09:06 Uhr online.
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