The Orb - The Dream - Cover
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The Orb The Dream


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 72 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Dream“ wirkt von Anfang an sehr träge, entspannend, ja fast schon einschläfernd ruhig.

Wenn eine Band neue Wege einschlägt, geht sie Risiken ein. Als 1989 die ehemaligen KLF-Mitglieder Jimmy Cauty und Alex Paterson das Projekt The Orb ins Leben riefen, öffneten sie die Tür für sehr erfolgreiche Bands wie The Prodigy oder den Chemical Brothers. Nicht viele Musiker können von sich behaupten ein eigenes Sub-Genre erfunden zu haben. Eine dieser wenigen auserkorenen Gruppierungen ist The Orb.

Als The Orb mit ihrer ersten Veröffentlichung „A Huge Ever Growing Pulsating Brain That Rules From The Centre Of The Ultraworld“ auf einen Schlag die britische Rave-Bewegung eroberten, war das „Ambiente House“ Genre geboren. Drei Jahre später gelang ihnen das Kunststück, mit der 40-minütigen Single „Blue Room“ an die Spitze der britischen Charts zu gelangen. Von da an nahm der Erfolg von „Café Del Mar“ und Co. Formen an. 19 Jahre später veröffentlichen The Orb mit „The Dream“ bereits ihr 20. Album, ohne dabei die eigene Wärme und Entspannung verloren zu haben.

Eröffnet wird „The Dream“ mit sanften Klängen, Synthesizern und anderen elektronischen Spielereien. „Vuja De“, welches auch die erste Single aus „The Dream“ ist, arbeitet sich langsam, gemächlich und schleichend an den Hörer heran. Treppenstufenartig wird man in die Welt des „Ambiente“ eingeführt. Wer bisher nicht zumindest einmal eine „Café Del Mar“ Auskopplung zu hören bekam, wird Probleme haben, mit dieser Art von Musik etwas anfangen zu können. Fans und Liebhaber des Ambiente-House werden dagegen mit „Vuja De“ bereits zu Beginn vertraute Klänge vernehmen können. Folglich bleibt The Orb relativ konsequent demselben Stil treu, so dass es müßig wäre, auf jeden der 15 Titel einzeln einzugehen.

„A Beautiful Day“ zaubert dem Hörer, dank sanfter Frauenstimme, ein „Wake up it’s a beautiful day“ ins Ohr. „Mother Nature“ setzt auf durch Reggea beeinflusste Beats, „Lost & Found“ und „Codes“ lassen dagegen die Zeit zeitlupenartig dahin schmelzen. Eigentlich möchte man sich aber gar nicht erst Gedanken darüber machen, zu welchem der Songs man genüsslich an einer Zigarette ziehend auf dem Sofa chillt. Ob nach einer anstrengenden Disco-Nacht, um den Puls wieder auf Normaltempo zu bekommen, oder einfach nur als angenehmer Begleiter im Hintergrund: „The Dream“ bleibt durchgehend diskret.

„The Dream“ wirkt von Anfang an sehr träge, entspannend, ja fast schon einschläfernd ruhig. Nach 72 Minuten erscheinen, sollte man nicht bereits vorher in den Schlaf gewogen worden sein, die ersten Lichtstrahlen der Morgensonne durch die Fensterscheibe und es ist Zeit ins Bett zu gehen. Auf den nächsten Abend.

Anspieltipps:

  • Vuja De
  • A Beautiful Day
  • Codes

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