The Low Lows - Shining Violence - Cover
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The Low Lows Shining Violence


  • Label: Monotreme/CARGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band klingt, als ob sie in einem Käfig aus Fieberglas spielen würde: Verwaschen, hallgetränkt, abenteuerlich abgemischt.

The Low Lows fabrizieren auf „Shining Violence“ reichlich verspulten Shoegaze-Indie-Folk-Pop der knarzigen Sorte. Die Band klingt, als ob sie in einem Käfig aus Fieberglas spielen würde: Verwaschen, hallgetränkt, abenteuerlich abgemischt. Und im besten Sinne authentisch.

Vergleichen lässt sich „Shining Violence“ wahrscheinlich am ehesten mit Sparklehorse, obwohl The Low Lows nicht ganz Mark Linkous Intensität erreichen. „Disappearer“, das spektakulär an Neil Young erinnert, ist aber z.B. ein tieftrauriges Highlight erster Klasse. Die Melancholie ist geradezu greifbar und lässt den Atem stocken. Nicht minder großartig präsentiert sich „Five Ways I Didn`t Die”. Ausgestattet mit den wunderschönsten Gitarren berührt der Song nachhaltig. Wie der Vogel den Menschenschädel unter all den Bienen und der nackten Schönen auf dem Cover. Got it?

Leider haben The Low Lows im Endeffekt ein kleines Problem: Ihre geradezu fühlbare Zerstreutheit erreicht bei aller Sympathie mitunter Sphären, die Teile des Albums leicht ausfasern lassen. „Raining In Eva” ist z.B. einer dieser Songs, die nicht so ganz in die Gänge kommen wollen. Auch „Elizabeth Pier” verpasst den entscheidenden Schritt aus sich heraus. Das alles langweilt zwar nicht, strengt aber doch etwas an. Shining Valium.

Insgesamt gesehen ist The Low Lows aber ein ziemlich gutes Album geglückt, welches seine Freunde finden wird. Derlei Genre-Mixe sind natürlich immer Geschmackssache und sicherlich werden sich Einige an dem anfangs etwas eigenartig wirkenden Gesang stören, aber wer mit ein klein wenig Geduld auf die Platte eingeht wird in ihr ein Kleinod vorfinden. Der klassische Geheimtipp eben.

Anspieltipps:

  • Disappearer
  • Five Ways I Didn`t Die

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