The Matches - A Band In Hope - Cover
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The Matches A Band In Hope


  • Label: Epitaph/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Den Vorgänger zu „A Band In Hope” ließen sich die kalifornischen Pop-Punker The Matches von sage und schreibe neun Produzenten veredeln. Diese Völlerei haben Shawn Harris (Gesang, Gitarre), Justin SanSouci (Bass, Gesang), Jon Devoto (Gitarre, Gesang) und Matt Whalen (Drums) nun nicht mehr nötig – könnte man denken. Doch mit Miles Hurwitz, Mike Green, John Paulsen, Paul Ruxton, Nick Hexum, Tim Armstrong, Matt Radosevich und John Feldmann steht den Jungs aus Oakland erneut eine ähnlich umfangreiche Kollegenschar Gewehr bei Fuß.

Ganz klar, die scheinen das zu brauchen, um das Maximum aus sich herauszuholen. Denn wie schon auf „Decomposer“ (09/2006) festgestellt, wollen sich The Matches auch auf Album Nummer drei nicht auf reinen Pop-Punk limitieren lassen, sondern eine größtmögliche Vielfalt an den Tag legen. Dazu werfen sie wiederum eine Mischung aus New Wave, Emocore, Punkrock und Electro in den Topf, rühren ausgiebig um und präsentieren am Ende einen äußerst eingängigen Longplayer, der wohl die zurzeit beste Kompromisslösung für Anhänger von Blink-182, (+44) und Angels & Airwaves darstellt. Das nennt man dann Familienzusammenführung auf ganz besondere Art.

Zuzüglich der schon auf „Decomposer“ eingestreuten sau-coolen Queen-Theatralik („Darkness rising“, „Between halloweens“) und einer schier unbändigen stilistischen Entdeckungsfreude („From 24 C“, „If I were you“), ergibt sich ein durchweg spannendes Album, das mehr als einmal Gefahr läuft, im Ideenwahnsinn der Kalifornier zu zerfasern („We are one“) bzw. in ein Rock-Musical auszuarten („Clouds crash“, „Future tense“). Doch wie durch ein Wunder halten The Matches die Waage und schalten genau im richtigen Moment, immer wenn die Platte zu kopflastig zu werden droht, auf fröhlichen Punkrock um („Point me toward the morning“). Das hat Klasse und ist im Punk-Segment absolut ungewöhnlich, wobei spätestens nach dem vorliegenden Album die Frage erlaubt sein muss, ob The Matches überhaupt noch diesem Genre zugerechnet werden wollen/dürfen. Denn für die „Drei Akkorde für ein Halleluja“-Abteilung sind die Jungs inzwischen schlichtweg zu gut.

Anspieltipps:

  • Their city
  • We are one
  • Future tense
  • Wake the sun
  • Darkness rising
  • Point me toward the morning
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