Downstairs - Oh Father - Cover
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Downstairs Oh Father


  • Label: Fullsteam/Rough Trade
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach Bier und Schweiß stinkender Testosteron-Rock’n’Roll zwischen Hardcore und Punk – dafür stehen Downstairs aus Helsinki in Finnland – im Booklet ihres Debütalbums „Oh Father“ liebevoll als Otto, Topi, Eemeli und Asmo vorgestellt.

Die vier Jungs machen herrlichen „Komm, lass uns hüpfen!“ Schlagzeug/Gitarre/Bass-Krach, zu dem hier und da eine amtliche Schweineorgel abgeht („Peephole city“, „Under the horse“) oder Kollege Martti Vesela eine Trompete auspackt („Shudder shudder“). In dem einzigen ruhigen Moment darf es sogar eine Violine sein, die gegen die wildgewordene finnische Wall of Sound anfiedelt („There’s a barrel, there’s a flood“). Eine reelle Chance hat sie freilich nicht.

Zehn Jahre nach Bandgründung (!) – in diesem Zeitraum veröffentlichten Downstairs lediglich zwei offizielle EPs („Shotgun Hullabaloo“, 2005 und „Coward Constrictor Cries For Chivalry“, 2006) – legen die Brüder Otto und Topi zusammen mit ihren beiden Mitstreitern endlich einen vollwertigen Longplayer vor. Zwar lagen die Finnen nie auf der faulen Haut – Support-Shops u.a. für Blindside, The Locust und Raised Fist, Indie-Tourneen in Osteuropa und diverse in Eigenregie veröffentlichte Demos bezeugen dies – doch erst jetzt macht sich die ganze Untergrundarbeit für Downstairs bezahlt.

Im Oktober 2007 unterzeichnete das Quartett den ersten richtigen Plattenvertrag mit Fullsteam Records. Die erste Singleauskopplung ihres Debüts, „Peephole city“ stieß bereits auf internationales Interesse und in 2008 steht eine Europa-Tour mit den Label-Kollegen Sweatmaster an. Eine Mischung, die passt. Denn ähnlich wie Sweatmaster machen Downstairs atemlosen Hau-Drauf-Rock, der das Haus mächtig ins wackeln bringt. Entsprechend bollert „Oh Father“ ohne Unterlass nach vorne und dürfte die Fangemeinde kerniger Independent-Rockmusik hinreichend fordern.

Anspieltipps:

  • Peephole city
  • Legs for arms
  • Pale cannibals
  • I’ll be the liver

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