Lou Rhodes - Bloom - Cover
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Lou Rhodes Bloom


  • Label: A&G Recordings
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Schwermütige Moll- und lichtdurchflutete Dur-Akkorde wechseln sich als ständiges Auf und Ab der Gefühle miteinander ab.

Die englische Sängerin Lou Rhodes war mit der Band Lamb in den 90er Jahren neben Acts wie z.B. Tricky, Moloko, Massive Attack, Morcheeba und Portishead ein wichtiger Bestandteil der TripHop-Bewegung. Als Lamb nach vier Studioalben im Jahr 2004 das Zeitliche segneten, setzte Lou Rhodes ihre Karriere solo fort.

Auf ihrem eigenen Label Infinite Bloom brachte die 43-Jährige mit „Beloved One“ (2006) ihr Solodebüt auf den Markt, das eine deutliche Abkehr von den TripHop-Klängen der späten Neunziger bedeutete. Rhodes sattelte auf akustisch gehaltene Singer/Songwriter- bzw. Folk-Pop-Klänge um, die nur noch ganz entfernt auf die bekannten TripHop-Beat-Strukturen zurückgriffen.

Lou Rhodes zweites Album „Bloom“ setzt den eingeschlagenen, mit einem Mercury Music Prize dekorierten Weg, fort. Ihr zarter Gesang und die intimen Texte treffen auf anmutigen Akustik-Folk mit sanftem Schlagzeug- und Pianospiel sowie stets präsente Streicher. Fast wie zufällig gesellen sich ungewöhnlich dominante Drum- und Bass-Beats dazu, die als massive Stützpfeiler aus den fragilen Kompositionen herausragen und sie zusammenhalten.

Schwermütige Moll- („Bloom“) und lichtdurchflutete Dur-Akkorde („Greatness in a speck of dust“) wechseln sich als ständiges Auf und Ab der Gefühle miteinander ab. Das erzeugt genügend Spannung, um den Hörer nachhaltig und für mehr als nur ein paar Durchläufe bei der Stange zu halten. Denn irgendwann will einen die Art Lou Rhodes Geschichten zu erzählen und zu vertonen nicht mehr loslassen – ganz so wie es sich gehört, wenn ein selbsternannter „Gefühls-Junkie“ Musik macht.

Anspieltipps:

  • Icarus
  • They say
  • This love
  • All we are
  • Greatness in a speck of dust
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