Mike Oldfield - Music Of The Spheres - Cover
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Mike Oldfield Music Of The Spheres


  • Label: Decca/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Alles auf dieser Welt hat einen Puls oder eine Schwingung“.

Lieber Mike Oldfield, auch wenn du dich auf deinem neuen Werk „Music Of The Spheres” von einem 75-köpfigen Symphonieorchester unter der Leitung von Karl Jenkins („Adiemus“) unterstützen lässt, den 25jährigen chinesischen Ausnahmepianisten Lang Lang an Bord hast und auf den engelsgleichen Sopran der 20jährigen Neuseeländerin Hayley Westenra zurückgreifen kannst, passiert leider schon nach wenigen Sekunden dasselbe wie auf fast allen deinen Alben zuvor.

Kaum zu glauben, aber die von dir vor 35 Jahren ins Leben gerufenen Harmonien und Klangschichten von „Tubular Bells“ und all seinen unnötigen Fortsetzungen werden auch heuer in die Waagschale geworfen. Vermutlich merkst du es gar nicht mehr, dass sich deine Kompositionen irgendwie immer gleich anhören. Egal ob du allein im Studio mit einer Armada von Synthesizern, Computern und Instrumenten herum werkelst, oder wie hier die Abbey Road Studios mit einem klassische Orchester zustellt – du wiederholst dich! Oder soll das vielleicht ein Witz sein, dass schon in den ersten Takten des Opener „Harbinger“ die Pianoklänge aus „Tubular Bells“ anklingen? Und der Sound deiner Konzertgitarre ist auch der gleiche wie immer. Du kleiner Spaßvogel!

Mike Oldfield ist ganz gewiss ein begnadeter Musiker, aber wirklich etwas Neues hat er schon lange nicht mehr zu sagen, wie viele Künstler, die nach einem berauschenden Karrierestart in der Bedeutungslosigkeit versinken. Mit „Music Of The Spheres” verhält es sich ähnlich. Denn denkt man sich das wunderbare Pianospiel von Lang Lang weg, gäbe es die herausragenden Chorpassagen nicht und würden die von Karl Jenkins konzipierten symphonischen Passagen nicht sein – wir hätten es mit einem weiteren 08/15-Album des Engländers zu tun, das eine wundersame Theorie in Klänge zu fassen versucht: „Alles auf dieser Welt hat einen Puls oder eine Schwingung“, erklärt der Meister. „‘Musica Universalis‘ nennt man die uralte Philosophie, nach der jeder Himmelskörper – die Sonne, der Mond und die Sterne – sogar eine innere Musik hat. Es ist ein harmonisches und mathematisches Konzept, das sich von den Bewegungen der Planeten im Sonnensystem herleitet. Die so geschaffene Musik ist für menschliche Ohren nicht hörbar“. Oha, wenn das mal kein schlechtes Omen ist…

Anspieltipps:

  • Shabda
  • Aurora
  • Empyrean
  • Musica universalis
  • On my heart - reprise
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