Lahannya - Welcome To The Underground - Cover
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Lahannya Welcome To The Underground


  • Label: Kabuki/ALIVE
  • Laufzeit: 35 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Bereits „Prologue“, das als Opener für Lahannyas zweite EP „Welcome to the underground“ nach dem hochgelobten Full Length-Debüt „Shotgun reality“ (10/2007) fungiert, zeichnet eine düstere Weltsicht, die einem Fox Mulder aus der TV-Serie Akte X alle Ehre macht, obwohl sie komplett ohne die Erwähnung außerirdischer Existenz auskommt. „They promised us a safer world. A world without fear, no more threat from terrorism or random violence. Trading liberty for security, we sleepwalked into a surveillance society where personal identity is subjet to state control and privacy a privilege of the past” heißt es da, während düstere Klangflächen das Spoken Word-Intro untermauern.

Gothic Rock, der sinnvoll mit elektronischen Beats, ordentlich Bass, druckvollen Gitarren und gelegentlichen Industrial-Klängen verfeinert wurde, hört man schon nicht alle Tage. Dass diese Klangmixtur dann noch kritische Töne annimmt, ist ohnehin mehr als selten, beschränkt sich das Hauptgenre, in dem Lahannya Fuß gefasst hat, schließlich hauptsächlich mit nordischen Sagen, Fantasy-Lyrik oder sonstigem nebulosem Nonsens. Zwar kommen die Texte auf „Welcome to the underground“ keineswegs an Singer/Songwriter-Niveau heran, ein interessanter Ansatz ist das jedoch allemal.

Und musikalisch? Da liefert die gebürtige Britin ihren Fans gewohnte Kost, die weder enttäuscht noch zu überschwänglichen Lobeshymnen anregt. Mit den vier Bonustracks, die entweder eine als Remix abgeänderte oder neu arrangierte Version der Songs „Inside the machine“, Welcome to the underground“ oder „Bleed for me“ (von „Shotgun reality“) darstellen, präsentiert sie allerdings Material, das eher auf den Gebrauch in einschlägigen Clubs als für angestammtes Gothic-Publikum gedacht ist, wodurch die EP auch für DJ´s geeignet sein dürfte. Zwar ist das unerbittliche Industrial-Gestampfe im Xotox-Remix von „Bleed for me“ gewöhnungsbedürftig, aber die kratzenden Beats, die Soman „Inside the machine“ untermischt, würden sich auch in einem elektronisch ausgerichteten Set gut schlagen. Dadurch bedient Lahannya mit „Welcome to the underground“ beide Lager zufriedenstellend und hinterlässt den Hörer in freudiger Erwartung auf ihren nächsten Longplayer.

Anspieltipps:

  • Beneath The City
  • Inside The Machine (reinterpreted by ASP)

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