Operator Please - Yes Yes Vindictive - Cover
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Operator Please Yes Yes Vindictive


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die fünf Australier von Operator Please fanden sich 2005 in der High School zusammen, um an einem Band-Contest teilzunehmen. Diesen gewannen die damals 16- bis 19-jährigen Jungspunde und machten sich an die EP „On The Prowl“, mit der sie lokale Pubs bespielten und nach der zweiten EP „Cement Cement“, die sich durch Mundpropaganda gut verkaufte und das australische Radio mit ins Spiel brachte, schließlich bei Virgin/EMI Records unterschrieben. Ihre Single „Just A Song About Ping Pong“ brachte Operator Please jede Menge Airplay im australischen Radio und Fernsehen ein, wobei das Interesse langsam auch England erfasste und der Band bereits letztes Jahr mit dem Debütalbum „Yes Yes Vindictive“ einen heiß gehandelten Newcomer-Status einbrachte. Man spielte auf namhaften Festivals, mischte die Youtube- sowie MySpace-Portale auf und eröffnete unter anderem für Bloc Party, Maximo Park und We Are Scientists.

Das obligatorische halbe Jahr später soll der Hype nun auch nach Deutschland schwappen und den Hype zu einem handfesten Erfolg umwandeln. Die Chancen stehen dafür nicht schlecht, wenn man sich die jugendliche Unbekümmertheit von „Yes Yes Vindictive“ auf der Zunge zergehen lässt und gehörig Energie durch die Stereo-Anlage transportiert wird. Operator Please überzeugen, ja faszinieren gar, mit einer Spielfreude, die durch Tempowechsel, rasante Punk-Einwürfe und ein ungemein melodiöses Verständnis von Pop-Musik begründet wird. Es sind nicht nur die offensichtlichen Party-Kracher wie „Just A Song About Ping Pong“ sowie der Titeltrack, die sofort ins Ohr gehen und wochenlang für gute Laune sorgen.

Auch so ein herzensguter Anklang von Wehmut in „Pantomime“ bringen die Australier gänzlich ohne Schwierigkeiten über die Bühne. Stattdessen berühren sie auf ganzer Linie, wobei die Instrumentierung atemlos macht. Die omnipräsente Violine sorgt in den schnellen Songs für noch mehr Energie und bei den langsameren für wundervolle Sehnsucht. Dazu gesellen sich Glockenspiel, Synthie-Spielereien und turbulente Gitarren, die von der tighten Rhythmus-Fraktion in Schach gehalten werden. Die Sängerin und Bandgründerin Amandah Wilkinson fährt mit ihrer zeitweise arg angriffslustigen und dennoch so lieblichen Stimme schon die halbe Miete ein, während der Rest von der Band mit Leichtigkeit übernommen wird. Ob folkig lockeres Piano-Geklimper wie bei „Two For My Seconds“, das im Refrain so antreibend das Tempo variiert oder das schräg nach vorn gehende „Terminal Disease“ - Operator Please greifen mit diesem Album nach den Sternen des stürmischen Power-Pop und machen eindeutig Hunger auf mehr.

Anspieltipps:

  • Just A Song About Ping Pong
  • Two For My Seconds
  • Yes Yes Vindictive
  • Pantomime

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