Cataract - Cataract - Cover
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Cataract Cataract


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ganz so wie der berühmt berüchtigte Schweizer Käse einen langen Reifungsprozess über sich ergehen lassen muss um die Gourmets dieser Welt zufrieden zu stellen, so hat auch das metallische Abrisskommando Cataract bereits zehn Jahre hinter sich gelassen um mit dem selbstbetiteltem fünften Werk den eigenständigen Sound aus groovigem Thrash gepaart mit Hardcore-Breitseite und Schweizer Präzisionsarbeit zu perfektionieren. Dass sich während dieser Zeitspanne das Personalkarussell schon öfter gedreht hat, ist in diesem Genre nichts Neues und so tauscht Michael Henggeler mit Nico Schläpfer den Posten am Bass und Simon Füllemann wird durch Gitarrist Tom Kuzmic ersetzt, während Federico Caminitana (Gesang), Greg Mäder (Gitarre) und Ricky Dürst (Schlagzeug) unverändert bleiben.

Dem wuchtigen Sound des Fünfers hat dieser Austausch jedoch keinen Abbruch getan und nach kurzem Vorgeplänkel, geht „The seperation of life and time“ gleich mit enormer Wucht in die Vollen. Denjenigen, die der blechernen Abmischung des Drumkits auf „Kingdom“ (05/2006) allerdings rein gar nichts abgewinnen konnten, sei gesagt, dass es diesmal wieder voller und drückender ans Werk geht. Der Rest erfreut sich am wesentlich ausgereifterem Songwriting im Vergleich zum Vorgänger, wodurch ein fast 7minütiger Brocken wie „Blackest hour“ ohne jeglichen Anflug von Langeweile munter über die Ziellinie marschiert, Cataract mit „Snake skin“ kurzerhand in Death Metal-Gefilde abdriften um aus der heftig bretternden Angelegenheit einen Nackenbrecher par excellence zu machen und überhaupt über die volle Dreiviertelstunde ordentlich zu unterhalten wissen.

In diesem Sinne präsentiert sich „Choke down“ etwas gesetzter, streut aber immer wiederkehrende Groove-Parts ein, sodass die Matte nie zum Stehen kommt, bis die Schweizer mit „Deathwish“ und „Burn at the stake“ erneut in ungezügeltere Bahnen ausbrechen und erst durch das wütende Instrumental „Tonight we dine in hell“ (da hat wohl wer zuviel „300“ geschaut) gestoppt werden können, das in den für ein paar Sekunden Verschnaufpause sorgenden Track „Breeze of the kings“ mündet. Danach geht es ein letztes Mal mit „Doomed steps“ Vollgas in Richtung Albumende, sodass man definitiv nicht mehr weiß, ob man Männlein oder Weiblein ist. Zum Glück jagen Cataract den Abschluss „In ashes“ halbwegs sanft mit angezogener Handbremse, dafür mit umso bedrohlicherer Stimmung durch die Instrumente, damit alles wieder an die richtige Stelle gerückt werden darf.

Anspieltipps:

  • Snake Skin
  • Blackest Hour
  • Doomed Steps
  • Tonight We Dine In Hell

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