Yakuzi - Thin Red Line - Cover
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Yakuzi Thin Red Line


  • Label: Rookie/CARGO
  • Laufzeit: 39 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dem vor allem von Ska-Einflüssen geprägten „One To All“ widmet sich die Pforzheimer Band Yakuzi auf dem aktuellen Longplayer „Thin Red Line“ verstärkt dem reinen Punk. Doch ganz ohne Ska-Einflüsse kommt „Thin Red Line“ nicht aus, genau wie countryekse und Swing-Elemente in den Bandsound eingewoben wurden. Eingespielt wurde das Album von Oli Dieterle (Gesang & Gitarre), Andy Tomas (Gitarre), Thomas Schwab (Bass), Matze Hefner (Posaune), Thomas Gärtner (Trompete) und Marco Dieterle (Schlagzeug). Die Abmischung übernahmen Andi Schorpp und Pascal Stoffels (Blackmail, Donots).

Musikalisch sticht vor allem der konsequente Trompeten- und Posauneneinsatz heraus. Einerseits wird dadurch ein vielschichtigerer Sound erreicht, andererseits könnte sich der Hörer durch den teils zu plumpen und zu aufdringlichen Bläsereinsatz leicht an eine Karnevalsband erinnert fühlen. Wirklich gelungen ist dem Sechser der Einstieg in das Album. „7 Minutes“ gibt sofort die Richtung vor und „Legions“ kann das Niveau gar steigern, mitreissender Punkrock par excellence. Leider geraten danach die Songs zu vorhersehbar und uninspiriert, allenfalls „Last Round“ vermag noch herauszustechen. Ansonsten hat man irgendwie alles so oder so ähnlich vorher schon mal gehört. So will der Funke einfach nicht überspringen, weder die Lyrics noch die musikalische Umsetzung können mitreißen.

Möglichkeiten für NOFX-, Dr.-Woggle- oder auch Dropkick-Murphys-Vergleiche bieten die Songs zwar reichlich, nur erreicht werden die genannten Referenzen selten. Positiv gesehen gelingt Yakuzi durchaus ein Album, das niemandem wehtuen kann, leider sind die Momente, die aus der großen Masse an Punkrockbands hervorstechen, zu rar. Live mag das Konzept durchaus aufgehen, auf Platte ist das Gebotenene aber entweder zu brav oder eben zu durchschnittlich.

Anspieltipps:

  • 7 Minutes
  • Legions
  • Last Round

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