Elliott Murphy - Notes From The Underground - Cover
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Elliott Murphy Notes From The Underground


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor allem die Gitarrenarbeit sticht diesmal mit vielen Details heraus und zwingt den Hörer geradewegs dazu Kopfhörer zu benutzen.

35 Jahre nach seinem Debütalbum „Aquashow” und im inzwischen elften Vertragsjahr mit dem deutschen Roots-Rock-Label Blue Rose Records, veröffentlicht der seit Jahren in Paris lebende US-Singer/Songwriter Elliott Murphy (58) sein ca. 30. Album „Notes From The Underground“. Bei dieser musikalischen Masse muss sogar der aktuelle Waschzettel des Labels einsehen, dass nicht immer alles Gold war, was Mr. Murphy auf CD und Vinyl festgehalten hat und prinzipiell nur eine kleine, aber treue Fangemeinde die Alben des Songschreibers erwirbt. Verglichen mit immer wieder ins Spiel gebrachten Namen wie Bruce Springsteen, Bob Dylan und Tom Petty ist der gebürtige New Yorker Troubadour kommerziell sogar ein ziemliches Leichtgewicht.

Auf „Notes From The Underground“ wird Elliott Murphy wie schon auf dem vorherigen Werk „Coming Home Again“ (2007) von seinem 17jährigen Sohn Gaspard sowie seinem langjährigen Weggefährten und Co-Writer Olivier Durand (alle Arten von Gitarren, Background Vocals) begleitet. Mit Laurant Pardo (Bass) und Alan Fatras (Drums) gesellen sich zwei weitere, ebenso vertraute Musiker dazu, mit denen Murphy ein über weite Strecken sehr gediegenes Album eingespielt hat, das unterm Strich zu seinen besseren gezählt werden kann.

Vor allem die Gitarrenarbeit sticht diesmal mit vielen Details heraus und zwingt den Hörer geradewegs dazu Kopfhörer zu benutzen. Ecken und Kanten sind zwar auch heuer nicht das Ding von Murphy und seiner Normandy All Star Band, dafür wissen die elf Songs als geschmackvolles Singer/Songwriter-Handwerk zu gefallen. Rockige Töne – so weit man bei Herrn Murphy überhaupt davon sprechen kann – müssen deshalb bis auf den hitverdächtigen Opener „And general Robert E. Lee“ außen vor bleiben. Doch das ist allemal besser als ein stilistischer Gemischtwarenladen, mit dem Elliott Murphy in der Vergangenheit wenig glänzen konnte. Eine schöne Platte zum gepflegten Zuhören wie diese ist konsequenter und stimmiger.

Anspieltipps:

  • Lost and lonely
  • The valley below
  • And general Robert E. Lee
  • Crying creatures of the universe
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