Cashless - Living Between The Lines - Cover
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Cashless Living Between The Lines


  • Label: My Redemption Records
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwei Jahre und elf Monate nach ihrem starken Albumdebüt „Kisses And Lies”, melden sich die niederbayerischen Punks von Cashless mit Longplayer Nummer zwei, „Living Between The Lines“, zurück. Die zurückliegenden Jahre nutze die Band nicht nur dazu, ihr Auftrittskonto auf nunmehr rund 200 Gigs hochzuschrauben, sie gründete mit My Redemption Records auch noch ihr eigenes Label. Und weil das nicht genug ist, haben sie ihr neues Werk auch noch in Eigenregie produziert. Das ist DIY in Reinkultur. Da können sich andere durchaus eine Scheibe abschneiden.

Nachdem der geneigte Hörer auf dem vorherigen Werk noch mit einem forschen „Eins, zwei, drei, vier!“ begrüßt und sofort mitgerissen wurde, beginnt die Achterbahnfahrt durch herrlich eingängige Hooklines und messerscharfes Riffing diesmal nach einem atmosphärischen Weltuntergangsintro. Doch danach heißt es endlich „Feuer frei!“ und Michael Wimmer (Vocals), Stefan Amasreiter (Gitarre), Oliver Kastenhuber (Gitarre), Thomas Piske (Bass) und Florian Stadler (Drums) starten wieder mit maximaler Geschwindigkeit durch. Schließlich muss eine amtliche Punkrockplatte deutlich unter 40 Minuten Spielzeit fertig sein – und das schaffen Cashless locker, obwohl sie mit „Tame“ eine akustische Powerballade am Start haben, die obendrein auch noch zu den wenigen schwächeren Tracks auf „Living Between The Lines“ zählt.

Mehrstimmiger Gesang, hymnische Melodien und jede Menge Power – Cashless legen auf der nach oben offenen Entwicklungsskala nochmals nach und müssen sich zukünftig weder hinter nationalen Acts wie ZSK oder Terrorgruppe noch hinter den ganz großen Nummern aus Kalifornien verstecken. Hier ist Punkrock-Evolution deutlich zu spüren, auch wenn diese mal einen Abstecher in Richtung Sleazerock macht („Is it me?“). Geil ist das Gehörte trotzdem und zum Zählen der hitverdächtigen Stücke reicht eine Hand diesmal nicht mehr aus. Kinder, hier wächst Großes heran!

Anspieltipps:

  • We are the youth
  • High above you
  • Dance with me
  • Another story
  • Lights out
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