Tribe After Tribe - M.O.A.B. - Cover
Große Ansicht

Tribe After Tribe M.O.A.B.


  • Label: Rodeostar/SPV
  • Laufzeit: 66 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Kirchenglocken und afrikanischer Gesang eröffnen den fünften Longplayer von Robbie Robbs Tribe After Tribe. Schließlich verlangen die Themen, die er mit diesem Album anpackt geradezu, nach einem pathetischen Einstieg. Nichts Geringeres als ein Rundumschlag gegen Glaubenssysteme, Politik und Gesellschaft hat Robbie Robb auf „M.O.A.B.“ anvisiert, denn „In der Stille des inneren Raumes begreifen wir das Dasein eines jeden lebenden Wesens. Alles Lebende will dasselbe: (...) Frieden und Sicherheit.“ So sind die Lyrics schon mal klar umrissen, doch wie das Ganze musikalisch umsetzen? Klare Sache: Nur harter Rock kann Mauern niederreißen.

Nach schleppenden Beginn bläst „Supreme One“ alle Zweifel weg. Tribe After Tribe rocken noch immer und auch der typische Stil aus afrikanischen Klängen und traditionellem Rock rückt wieder mehr in den Vordergrund. Referenzen zu Pearl Jam, deren Support Tribe After Tribe nicht ohne Grund waren, werden schon mit dem einsetzenden Gesang unüberhörbar. Im folgenden „Burning Bush“ wird der Hörer in eine psychedelische Spirale gesogen, stoisch wird das immergleiche Riff zelebriert. Unspektakulär auf das Wesentliche reduziert und dadurch ungemein packend. Ganau wie „Holy City Warrior“, das selbst dem legendären „... And the Circus Leaves Town“ von Kyuss gut zu Gesicht gestanden hätte. Doch Tribe After Tribe verstehen sich auch auf die ruhigeren Klänge, so beispielsweise „Understanding the Water“ oder das abschließende „World Drum“. In keinem Song treten Robbs afrikanische Wurzeln so offen zutage, klassische afrikanische Elemente bilden eine starke Symbiose mit harten Gitarrenriffs.

Die immer wieder eingespielten Spoken-Word-Passagen machen dieses ohnehin schon „schwere“ Album noch gewichtiger und erschaffen eine ungemein intensive Atmosphäre. Mit M.O.A.B. gelingt Robbie Robb wieder eines der stärkeren Tribe After Tribe Alben. Es ist Musik, in die er all seine Überzeugung und musikalische Kraft steckte, Musik, die aus seinem Herzen kommt und den Hörer genauso erreicht, fordernd, packend, energetisch. 66 Minuten Rock mit Tiefgang.

Anspieltipps:

  • Burning Bush
  • Holy City Warrior
  • World Drum

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
7.5/10

The Final Countdown: 30th Anniversary Show Live At The Roundhouse
  • 2017    
Diskutiere über „Tribe After Tribe“
comments powered by Disqus