Daturah - Reverie - Cover
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Daturah Reverie


  • Label: Golden Antenna/Broken Silence
  • Laufzeit: 60 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Flo Ebert (Gitarre), Patrick Bellinetti (Drums), Benni Moeller (Bass), Mathias Heng (Gitarre) und Sebastian Klimek (Synths & Samples) bilden die fünfköpfige Truppe namens Daturah, eine 2003 gegründete, in Frankfurt am Main beheimatete, Post-Rock-Band. Bereits im Mai 2005 veröffentlichten Daturah ihr selbstbetiteltes Debütalbum, doch Ruhm und prestigeträchtige Auftritte blieben aus. Über Kontakte landeten Daturah schließlich beim amerikanischen Label Graveface Records, wo ihr Erstling professionell aufgenommen und vermarktet wurde. Auf etlichen Konzerten erspielten sich Daturah im darauf folgenden Jahr eine stetig wachsende Fangemeinde, bevor sie sich wieder ins Studio zurückzogen, um an den Aufnahmen zum Nachfolgealbum zu basteln.

„Reverie“ heißt das neue Werk der Hessen, das den Hörer – wie der Titel schon sagt – in klangliche Traumlandschaften entführt. Eingewoben in sphärische Klanghüllen schwebt man durch den Kosmos, lautlos umherschweifend, geschützt durch die träumerisch instrumentelle Musik Daturahs. Für exakt eine Stunde driftet man in Träumereien ab, halb in Trance versetzt, geht man mit Daturah auf eine wohlbehütete Reise.

Während Gitarrenklänge und Rhythmen den Zuhörer aus der Umklammerung der alltäglichen Realität lösen, holen diverse Sprachsamples einen zurück in eben diese, um anschließend wieder in seine Träume entlassen zu werden. Was Daturah hier fabrizieren regt das Kopfkino an und zieht einen regelrecht in den Bann. Man schließt die Augen und lässt das Hier und Jetzt für kurze Zeit hinter sich. Quasi automatisch und unbewusst ergibt man sich der Musik – aber völlig zu recht, denn lange gab es aus deutschen Landen kein so ansprechendes Post-Rock-Album mehr.

„Reverie“ ist allerdings auch eine Platte, welche die volle Aufmerksamkeit des Hörers benötigt – die man daher nur genießen kann, wenn man eine Stunde ganz für sich alleine hat und sich der Außenwelt für einen Augenblick entziehen kann. Wenn die Stunde schließlich vorübergezogen ist, öffnet man die Augen und findet sich in dem Raum wieder, in dem die Reise begonnen hat – nur ist man jetzt zufriedener und gelassener.

Anspieltipps:

  • Ghost Track
  • 9

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