Debauchery - Continue To Kill - Cover
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Debauchery Continue To Kill


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

So ist’s recht, meine Herren. Kill! Kill! Kill!

Debauchery, die blutrünstigen Groove-Death-Thrasher mit AC/DC-Faible aus dem Schwabenländle, melden sich mit neuem Material zurück. Hinter Debauchery steckt ein gewisser Thomas (27), der die Band-Fäden ganz alleine zieht, also die Musik komponiert, die Texte schreibt, ins Mikrophon grunzt, Gitarre und Bass bedient sowie mit laufend wechselnden Besetzungen bluttriefende Death-Metal-Schlachtfeste eintrümmert. „Continue To Kill“ ist der fünfte Longplayer aus dem Hause Debauchery und die endgültig letzte Ansage an Presse und Plattenkäufer, die lästigen Vergleiche mit den US-Deathern Six Feet Under sein zu lassen. Ansonsten: Kopf ab! Die Motorsäge steht schon bereit...

Für ihren neuen Longplayer haben sich Debauchery ein paar Varianten einfallen lassen. Zum einen wird das Tempo deutlich häufiger angezogen als in der Vergangenheit, wo fast ausschließlich im Midtempo getötet und geballert wurde. Außerdem wurden die Gitarren eine ganze Ecke tiefer gestimmt, um noch mehr Druck auf die Boxen zu bekommen. Exzessives Covern fremder Klassiker wie auf der Bonus-CD des Vorgängers „Back To Blood“ (2007) zu hören, steht diesmal nicht auf der Tagesordnung. Dennoch hat es mit „Angel of death“ (Slayer) zumindest eine Neuinterpretation auf das Album geschafft – und diese klingt gar nicht mal so übel, da die Version durchaus eigenständig daherkommt.

Mit Dennis Ward (Punk Cream 69) als Co-Produzent und Bassist, Drummer Tomasz (Ex-Belphegor), Tom Naumann (Ex-Primal Fear) als Gitarrist sowie Marcel „Schmier“ Schirmer von Destruction als Gast-Sänger, hat sich eine kleine, aber feine Gästeschar eingefunden, die „Continue To Kill“ noch weiter aufwertet. Nach kurzem Intro steigen Debauchery sofort aufs Gas, um die Claims in Sachen Death Metal neu abzustecken („Blood god rising“). Aber nicht nur die hinzugewonnene Tempolust macht Spaß. Mit melodischen Elementen („Faith and fire“) und cool-ironischen Verbeugungen vor AC/DC („Hard rockin’“, „Metal on metal”) – da wird richtig gerockt und gerollt! – und Manowar („King of killing“, „Walking glory road”) – True-Metal garniert mit Death-Growls, was sollen die Metal-Götter nur dazu sagen? – setzen Debauchery auf Vielseitigkeit, ohne auf Härte zu verzichten. So ist’s recht, meine Herren. In diesem Sinne: Kill! Kill! Kill!

Anspieltipps:

  • Warefare
  • Hard rockin’
  • King of killing
  • Continue to kill
  • Blood god rising
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