Gnarls Barkley - The Odd Couple - Cover
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Gnarls Barkley The Odd Couple


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
8.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Thomas Callaway und Brian Burton, besser bekannt als Gnarls Barkley, standen unlängst vor der schweren Aufgabe, den Nachfolger für ihr sehr erfolgreiches und hochgelobtes Debütalbum „St.Elsewhere“ zu komponieren. Was staunten die Hörer ihres Erstlings über diese seltsame Mischung aus Soul, Funk und Pop. Danger Mouse und Cee-Lo, so die Künstlernamen von Burton und Callaway, kümmerten sich nicht um konventionelle Denkmuster wie Black Music zu klingen hat, sie bedienten sich an guten Klängen aus vergangenen Souldekaden und kreierten dazu ungewöhnliche Beats, die das Prädikat „durchgeknallt“ verdienten. Die ungewöhnliche und unverwechselbare Stimme Cee-Los trug auch ihren Teil dazu bei: seine wuchtige Stimme und deren Bandbreite, die den Soul mit sehr hohem Timbre zelebriert, faszinierte nicht nur die Fans.

Mit den Singles „Crazy“, ein echter Sommerhit, und „Smiley faces“ begeisterten Gnarls Barkley das weltweite Publikum und bewiesen auf ihrem ersten Longplayer, dass innovative Soulmusik zu ihren Stärken gehört. Auch auf dem nun vorliegenden Zweitwerk wühlen die zwei bevorzugt in der Soulmusikkiste, indem sie bei „Going on“ oder „Blind Mary“ den treibenden Handclaps aus „Smiley Faces“ huldigen, eine von ihnen heissgeliebte 60er Jahre Reminiszenz, die lange im Ohr bleibt. Bei „Open Book“ gibt es die geballte Ladung verrückter Töne ala Gnarls Barkley zu bewundern, Vogelstimmen, afrikanischer Backgroundchor und eine Tohuwabohu an Beats lassen den Hörer erschöpft in den Sessel sinken. Nach diesem Parfourceritt bleiben die Amerikaner aber dann auf dem geraden Weg des Neo-Souls, den Sänger Cee-Lo so gekonnt beherrscht.

Gnarls Barkley verfeinern ihren neugeschaffenen Musikstil und bleiben ihrer Linie treu:
Jeder Hördurchgang fördert Kleinigkeiten hervor, die man beim ersten Hörer nicht wahrnahm und die Qualität bleibt überdurchschnittlich hoch. Einzig „Neighbors“ nervt mit einem langweiligen Refrain, der nicht viel mehr bietet. Es bleibt dabei, Gnarls Barkley zweite CD besitzt zwar nicht die Hitdichte des Vorgängers, verblüfft aber wieder mit schrägen Soundideen, die eine hohe Qualität innehaben, aber nicht so immer genial zünden wie bei „St.Elsewhere“. Doch die einzigartige Stimme von Mister Callaway transportiert so viel Soul, das ist wirklich immer noch so faszinierend wie beim ersten Hören von Gnarls Barkley.

Anspieltipps:

  • Charity Case
  • Whatever
  • Going on
  • Blind Mary

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