Millencolin - Machine 15 - Cover
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Millencolin Machine 15


  • Label: Burning Heart/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Gut drei Jahre musste die Fangemeinde nun auf den Neuling warten: Die Jungs aus dem hohen Norden haben sich im Studio bewusst Zeit gelassen, sollte die neue Scheibe doch an den Erfolg der letzten Jahre anknüpfen. Die Pause ist für die Schweden relativ ausgiebig ausgefallen – was nicht zuletzt den diversen Soloprojekten der Bandmitglieder geschuldet ist. Somit war die Spannung auf den Neuling groß – und die Frage, ob der bekannte unverwechselbare Sound von Millencolin weiterhin Bestand hat?

Ohne große Umschweife: Im Großen und Ganzen gelingt das den vier Herrschaften aus Schweden auch. Nach wie vor lautet das Rezept harte Riffs mit eingängigen Melodien zu verknüpfen und eine Platte auf die Beine zu stellen, die einfach nach vorne brüllt. Auf das Wesentliche reduziert knüpft sie somit an die Vorgänger an, verfügt aber nicht mehr über dieselbe Ruppigkeit – insgesamt hat sich „Machine 15“ doch merklich vom College-Punkrock entfernt und weist an der ein oder anderen Ecke deutliche Indie-Einflüsse auf. Trotzdem bleibt sich die Combo aber stilistisch durchaus treu – das ganze erscheint lediglich in neuen Gewändern. Der Sound geht nach wie vor straigt nach vorne, keine Frage; jedoch merkt man: Die Band ist wie ihre Hörer älter geworden.

Die Platte selbst hat kaum Schwachstellen, textlich wie musikalisch passt das, was hier angeboten wird, durchaus zusammen – und auch die alteingesessenen Fans dürften ihren Spaß am Neuling haben. Somit lässt sich nicht viel über diese Scheibe sagen – außer dass sie für Neueinsteiger wie auch für „etablierte“ Hörer absolut geeignet ist. Definitiv gilt der alte Spruch „Punk’s not dead“ – zumindest nicht, solange Millencolin weiterhin so druckvolle Scheiben auf den Markt bringen.

Anspieltipps:

  • Detox
  • Vicious Circle
  • Broken World

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