Children Of Bodom - Blooddrunk - Cover
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Children Of Bodom Blooddrunk


  • Label: Spinefarm/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit 15 Jahren sind Children Of Bodom die Vorzeigeband, wenn es um erfolgreichen Metal aus Finnland geht. Schon mit ihrem Debüt aus dem Jahre 1997 schafften es die fünf Mannen bis auf Platz 20 der finnischen Charts. Es folgten vier weitere Studioalben, mit denen sowohl national als auch international immer größere Erfolge verbucht werden konnten. Auch ihr nunmehr fünftes Werk wird, trotz einiger Schwächen, sicher für positive Resonanz und einer weiter wachsenden Fanschar sorgen. „Blooddrunk“ zeichnet sich im Vergleich zum Vorgänger dadurch aus, dass noch eine Schippe Härte draufgelegt wurde und noch weniger Verschnaufpausen gelassen werden.

Der Opener „Hellbounds on my trail“ legt gleich von Beginn an ein enormes Tempo vor, Alexi „Wildchild“ Laiho brüllt sich die Seele aus dem Leib aus sorgt dafür, dass man nicht still sitzen bleiben kann! Der Namensgeber „Blooddrunk“ bietet im Intro gothicartige Klänge ala „Nightwish“ bevor er im weiteren Verlauf wieder zu einem typischen „Children of Bodom“-Song mutiert. Dabei fällt hier vor allem auf, dass die Keyboardpassagen weiter in den Fokus gerückt sind. Auf der einen Seite meistert die Band diese Verschmelzung, wie beispielsweise bei „Tie my rope, welches mit einem „Rammstein“-ähnlichen Intro aufwartet, bravourös. Dann gibt es aber allerdings Stellen, an denen die Synthiesoli und die Keyboardklänge einfach nicht mit den anderen Instrumenten harmonieren wollen. Etwa in „Done with everything, die for nothing“ zerstören die Synthesizer-Sounds die Atmosphäre eines ansonsten sehr schönen Songs. Hier besteht absoluter Verbesserungsbedarf, damit diese Klänge nicht nur noch dem bloßen Selbstzweck dienen.

Andere Komplikationen entstehen durch die weiter verstärkte Heavyness, denn im Vergleich zum letzten Album „Are you dead yet?“ büßt die Band hier einiges an Wiedererkennungswert ein. Songs wie „Roadkill morning“ sorgen zwar durch ihr Tempo und die harten Riffs für viel Aggressivität, allerdings bieten sie wenig melodisches Material, wodurch der Langzeitfaktor enorm leidet. Auch vermisst man die eine oder andere Passage, die auf früheren Alben live zum Mitgrölen einlud. Anders ausgedrückt: Das Album wirkt an einigen Passagen einfach zu gleichgültig, es mangelt an einzigartigen, herausragenden Songs. Glücklicherweise findet man dann doch den ein oder anderen Titel, der die Erwartungen auf ganzer Linie erfüllt. Die Ballade „Banned from heaven“ ist ein solches Beispiel, bei welcher die Band beweist, wie gut sie es auch beherrschen, langsamere Klänge anzuspielen.

Children Of Bodom haben mit ihrem neuesten Werk keinen Meilenstein geschaffen. Sie bleiben ihrem Stil treu und machen die Musik, die ihre zahlreiche Fangemeinschaft hören will. Trotz der angesprochenen Schwächen wird sicher auch das neueste Album diese nicht enttäuschen. Allerdings sollten die 5 Finnen darauf achten, nicht in Zukunft noch weiter die melodische Seite an ihrer Musik zu vernachlässigen

Anspieltipps:

  • Lobodomy
  • Tie my rope
  • Banned from heaven

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