Epicurean - A Consequence Of Design - Cover
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Epicurean A Consequence Of Design


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 64 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Heavy Metal ist bekannt. Auch wenn dieser mit symphonischen Elementen bestückt wird. Kommen dann noch progressive Spielereien hinzu und das Ganze mischt sich mit gut gelauntem Power Metal, wird die Sache allerdings schon etwas kniffliger. Gut, wäre dieser Genre-Mix perfekt ineinander verwoben und würde von einer innovativen und experimentierfreudigen Gruppe gespielt werden, könnte man sich ja mal drauf einlassen. Leider schaffen es Epicurean mit ihrem vor Bombast nur so strotzenden Debüt „A consequence of design“ nicht, diese Erwartung zu erfüllen.

Der Sechser aus Minneapolis, Minnesota, bestehend aus John Laramy (Gesang), John Major (Gitarre), Jarod Mills (Gitarre), Eli Pete (Bass), Jared Schneider (Keyboard) und John Gensmer (Schlagzeug), formte aus den oben genannten Stilrichtungen eine unausgegorene, äußerst anstrengende Platte, die gerade einmal durch kurz aufblitzende Fragmente (meist Gitarrensolos oder das einer oder andere Schlagzeugpattern) einen gewissen Reiz versprüht. Dummerweise ist dieser Anteil so gering, dass die an und für sich interessante Idee dahinter komplett untergeht. Es ist fast wie mit einem Triptychon (dreiteiliges Gemälde) – Den einen Teil findet man wunderschön, da aber die zwei anderen nicht ansprechend sind oder uninspiriert wirken, ist das Kunstwerk in seiner Gesamtheit betrachtet wertlos.

Schuld daran ist nicht nur Shouter Laramy, der seine Vocals stets heiser, gehetzt und nervös darbietet, als ob er noch einen dringenden Termin hätte, sondern auch die allzu sprunghaft agierenden Tempowechsel, die gepaart mit allzu überbordendem, orchestralem Bombast, einfach zu viel des Guten sind. Das fügt sich nicht positiv in das Album ein und hinterlässt einen unruhigen Charakter. Als bestes Beispiel hierfür wäre wohl „The burden of eternity“ zu nennen, das dem Hörer durch unzählige übereinandergelegte Spuren und einer progressiven Spielweise das Gefühl gibt, einer plan- und ziellosen Verfolgungsjagd auf den Fersen zu sein, die sich letztendlich doch nicht auflöst. Würden Epicurean einiges an Ballast abwerfen und die richtige Mischung aus allen Genres finden, die sie unter einen Hut bringen wollen, dann sollte ihr zweiter Output wesentlich stimmiger werden, denn an Opus Nummer Eins können sich derweil nur Leute mit viel Sitzfleisch und einem äußerst geduldigem Gehör erfreuen.

Anspieltipps:

  • The Departure
  • Dividing The Distance
  • To Cast The Mourning Shadow

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