Hooverphonic - The President Of The LSD Golf Club - Cover
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Hooverphonic The President Of The LSD Golf Club


  • Label: PIAS/Rough TRADE
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Hooverphonic – da war doch mal was, aber lange ist es her... Vor zehn, zwölf Jahren hatte die belgische Band im Fahrwasser der damals angesagten TripHop-Welle (Portishead, Moloko, Morcheeba, Goldfrapp – you name it!) einen Major-Vertrag mit Sony Music und konnte von ihrem zweiten Album „Blue Wonder Power Milk“ (1998) den Song „Renaissance affair“ an die Werbung verkaufen – der Volkswagen-Konzern nutzte den Track im Werbespot für den New Beetle.

Zu mehr als diesem kleinen Ruhm hat es später nicht mehr gereicht und so war es kein Wunder, dass man Hooverphonic im Laufe der Jahre etwas aus den Augen verloren hatte. Inzwischen liegt seit Herbst 2007 das achte Album der Ex-TripHopper vor – wiederum produziert von Multiinstrumentalist und Mastermind Alex Callier. Mit einem halben Jahr Verspätung wird „The President Of The LSD Golf Club“ nun auch bei uns veröffentlicht und wartet gleich mit mehreren kleinen Überraschungen auf: Zum ersten Mal in der Geschichte von Hooverphonic wurde ein Album komplett live aufgenommen. Es bietet neben den üblichen Chill-Out-Klängen („Circles“, „Billie“) Raum für prächtige Arrangements („Black marble tiles“) und lässt hier und da Reminiszenzen an die 60er Jahre durchscheinen („Expedition impossible“).

Dadurch lässt sich das wahrgenommene Profil der Belgier durchaus schärfen. Denn im Vergleich zu ähnlich operierenden Kollegen mit weiblicher Gesangsstimme wie Moloko (Roisin Murphy), Portishead (Beth Gibbons) oder Goldfrapp (Alison Goldfrapp), geht den Musikern um Sängerin Geike Arnaert ab und zu der Wiedererkennungswert flöten. Vermutlich auch deshalb ist „The President Of The LSD Golf Club“ eine Abkehr von den 08/15-Popsongs, die sich auf den vorigen Alben immer wieder eingeschlichen hatten, und eine Hinwendung zu mehr Experimentierfreude, die sich vornehmlich in einem richtigen Bandsound mit Gitarre/Schlagzeug/Bass/Orgel äußert. Folglich hat das Ganze kaum bis gar nichts mehr mit den TripHop-Anfängen der späten 90er Jahre zu tun, sondern ist vielmehr in die Sparte Popmusik mit Anspruch einzuordnen.

Anspieltipps:

  • Circles
  • Stranger
  • Gentle storm
  • Expedition impossible
  • Strictly out of phase

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