Newton Faulkner - Hand Built By Robots - Cover
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Newton Faulkner Hand Built By Robots


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Faulkner erzeugt eine ruhige, nachdenkliche und entspannte Atmosphäre, die man manchmal einfach braucht.

2007 gelang ihm ein umjubelter Auftritt bei dem legendären Glastonbury Festival, den ersten Plattenvertrag erreichte er bei SonyBMG und sein Debütalbum kletterte auf die Nummer eins in England: Das sind die erfreulichen Fakten der jungen Karriere des Briten Newton Faulkner. Der Songwriter kann nicht nur komponieren, ausdrucksstark singen und vorzüglich Gitarre spielen, sondern lässt sich auch nicht davon abbringen, fast alle anderen Instrumente einschließlich Sitar selbst einzuspielen. Ein echter Vollblutmusiker scheint der 23-Jährige mit den roten Rastazöpfen also zu sein.

Die Singleauskopplung „Dream catch me“ erwies sich als echter Glücksgriff, denn dieser eingängige und stark emotionale Song bleibt hartnäckig im Gedächtnis. Der Fairness halber muss aber hinzugefügt werden, dass Faulkner bei dieser Komposition Unterstützung von anderen Songwritern hatte. Allerdings ist bis auf das Cover von Massive Attack, „Teardrop“, fast alles vom Meister Faulkner selbstgeschrieben. Newton Faulkner hat sich auf immer währenden Tourneen in seiner Heimat in die Herzen der Fans gespielt, seine warme Stimme und seine hervorragenden Akustikgitarrenkünste veredeln seine sanften Kompositionen zu echten Popperlen.

„To the light“ oder „I need something“ begeistern durch ihre positive Ausstrahlung und feine Melodien, die man nicht so leicht vergisst. Faulkner wurde schon oft mit Jack Johnson verglichen, doch wird man ihm damit nicht gerecht: Er besitzt eine eigene Handschrift, die sich aus unterschiedlichen Musikrichtungen wie Pop, Folk oder Soul speist, allerdings kann man die Schublade Johnson höchstens bei „People Should Smile More“ bestätigt sehen. Die anderen Songs schleichen sich hinterrücks an, klingen unverschämt eingängig sowie gut ausgedacht und sie sorgen für ruhige, nachdenkliche und entspannte Atmosphäre, die man manchmal einfach braucht.

Warum es notwendig war, fünf sehr kurze und meist instrumentale Tracks einzubauen, bleibt wohl das Geheimnis des Briten, denn so unterbrechen die Stücke den harmonischen Ablauf des Longplayers ein wenig. Da ist wohl die Spielfreude des Multiinstrumentalisten übergeschäumt, doch an Newton Faulkners Talent wirklich gute Popsongs zu schreiben und virtuos Gitarre zu spielen, besteht kein Zweifel.

Anspieltipps:

  • To the Light
  • I need something
  • Dream Catch Me
  • Uncomfortably Slow

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