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H.I.M. Digital Versatile Doom: Live At The Orpheum Theatre


  • Label: Sire Records/WEA
  • Laufzeit: 77 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem HIM ihre verlorengegangene Härte auf dem aktuellen Studioalbum „Venus Doom“ wiedergefunden haben, wollen sie diese jetzt auch in Form einer Live-CD plus DVD präsentieren. Damit machen die Finnen nicht nur ihren Fans, sondern sicher auch ihrer neuen Plattenfirma eine Freude. Denn nach dem Wechsel von Gun Records zum Major Warner Bros. lautete die Devise, den amerikanischen Markt zu knacken. Das hat bis dato nicht zur vollen Zufriedenheit geklappt.

Der erste Versuch, „Dark Light“ (09/2005), holte in den USA zwar eine Goldene Schallplatte für 500.000 verkaufte Einheiten , enttäuschte aber viele Fans in Europa aufgrund des US-Mainstream-Sounds. „Venus Doom“ (09/2007) überraschte dann mit erstaunlich harten Metal-Klängen und progressiven Songstrukturen, di nur wenig kommerzielles Potenzial besitzen. Das Album erreichte zwar fast überall in Europa die gewohnten Top-Platzierungen in den Charts (USA, Platz 12), doch bezogen auf die Verweildauer in den Hitlisten sowie die Anzahl der Singleauskopplungen (eine einzige!), deutet sich ein Rückgang der Verkaufszahlen mehr als nur dezent an.

Mit „Digital Versatile Doom“ (auch mal eine nette Abkürzung für „DVD“) sollen nun sowohl alte als auch neue HIM-Fans zufriedengestellt werden. 16 Tracks (DVD: 19 plus Fotogalerie, Interviews und Backstage-Bildern) aus der gesamten Schaffensperiode, aufgenommen im Orpheum Theatre in Los Angeles, stellen den Rahmen dafür da. Und in der Tat funktioniert die Mischung aus alten Hits und Klassikern wie „Join me in death“, „Wicked game“ und „The funeral of hearts“ und insgesamt fünf neuen Songs recht gut.

„Digital Versatile Doom“ zählt zwar nicht zur Garde absolut essentieller Live-Alben, aber der relativ raue Sound und die weitgehend balladenfrei Songauswahl trägt wenigstens dazu bei, dass HIM wieder als Rockband wahrgenommen werden. Und überhaupt, auf der Bühne waren die Finnen eh immer eine gute Portion härter als im Studio – nachzuhören nun auch auf der ersten HIM-Live-CD.

Anspieltipps:

  • It’s all tears
  • The kiss of dawn
  • Killing loneliness
  • Dead lover’s lane
  • Buried alive by love
  • Sleepwalking past hope

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