Poney Express - Daisy Street - Cover
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Poney Express Daisy Street


  • Label: Atmospheric/ALIVE
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Herzhafter Chanson-Pop. Das in künstlerischer wie auch privater Hinsicht für einander bestimmte Pärchen Anna Berthe und Robin Feix inszenieren auf „Daisy Street“ erfrischende und sommerlich-wohlige Wohlfühlmusik. Und das man auch ohne außerordentliche Französisch-Kenntnisse an dem „Poney Express“ Gefallen finden kann, demonstrieren sie hier vorzüglich mit ihren zierlichen und locker-leichten Melodien.

Die beiden Pariser werden auf Ihrem Album von den beiden „High Llamas“ Sean O’Hagan und Rob Allum unterstützt und präsentieren ein äußerst gelungenes Ergebnis, das einzig und alleine aufgrund der französischen Sprache an einen so genannten Franco-Pop erinnern könnte. Zwischen ABBA, R.E.M und Au Revoir Simone haben sie sich es in ihrer eigenen poppigen Nische sehr gemütlich eingerichtet. Bereits „Paris De Loin“ schmiegt sich zu Beginn eingängig ins Ohr und lässt wie auch auf dem ebenfalls poppigen „Le Bruit Du Dehors“ oder dem etwas rasanter anrollenden „Les Nervs À Vif“ den Füssen keine andere Wahl, als beschwingt im Takt mitzuwippen. Dazu O’Hagans Zuckerwatteartig weichen Streichereinlagen, wie beim zügigen und auch vielseitig instrumentierten „Poupée“ oder dem von Mundharmonika dominierten und ausgezeichneten „Les Avalanches“.

Auch ohne der Sprache mächtig zu sein vermag die Musik in manchen Momenten herzhaft zu ergreifen. Aparte Country-Anleihen mit Banjo und Steel-Gitarre wie auf dem südstaatlichen und bedächtig anfahrenden „Le Complexe Du Papillon“ oder dem überaus ruhigen „Une Actrice“ erfreuen ebenso, wie der Hymnengetragene Abschluss der Platte „St.Malo“.

Das in Cardiff eingespielte und nach der Strasse ihres Aufnahmestudios benannte Debüt-Album des Poney Express vereint besinnliche akustische Klänge, Popangehauchten Folk-Sound und die wunderschön sanfte und gleichermaßen beruhigende Stimme von Sängerin Anna Berthe. Herauskommt ein erfreulich erquickendes Gitarrenpopgemisch, das ebenso an Gainsbourg, wie auch Belle & Sebastian oder die Moldy Peaches erinnert und folglich „Daisy Street“ zu einer charmanten, romantischen und unterhaltsame Gitarrenpop-Scheibe avancieren lässt.

Anspieltipps:

  • Paris De Loin
  • Les Avalanches
  • La Fugue
  • St. Malo

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