Crash Romeo - Gave Me The Clap - Cover
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Crash Romeo Gave Me The Clap


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 42 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Noch so eine Band, die in die Fußstapfen von Blink 182, New Found Glory und Konsorten treten will. Obwohl die Zeiten langsam vorbei sind, in denen Power-Pop-Bands wie Pilze aus dem Boden sprießten, kommen immer wieder kleine Ableger ans Tageslicht. So auch Crash Romeo aus Bernardsville (New Jersey). Mit einer erfrischenden Mischung aus eingängigem, extrem melodischem Power-Pop und Pop-Punk, gepaart mit einer Prise Emo-Riffs versuchen „Crash Romeo“ noch etwas vom großen Teenie-Punk-Kuchen zu ergattern. Doch leider sind nur noch ein paar Krümel übrig. “Wer zuerst kommt, malt zuerst“ heißt es bekannter Weise und der junge Vierer aus den Vereinigten Staaten kommt bedauerlicher Weise etwas zu spät.

Dabei ist „Gave Me The Clap“ nicht das erste Album der Romeos: Bereits 2006 erschien mit „Minutes To Miles“ ihr Debüt-Album, das aber vor allem in Europa kaum Beachtung fand. Das soll mit „Gave Me The Clap“ natürlich besser werden und deshalb wurde noch mal kräftig an der Melodie-Schraube gedreht, damit jetzt auch wirklich nichts mehr wackelt und kein Song eine Ecke oder Kante hat. Doch nach fest kommt ab! Und da es schon beim Debüt nicht an Melodien gemangelt hat, ist nun auch der letzte Reiz – falls es je einen gegeben hat – verloren gegangen. So spielen Crash Romeo die Art von Pop oder Punk oder Pop-Punk, den schon tausend Bands vor ihnen gespielt haben.

Mit einem Großteil enthusiastischer Uptempo-Nummern, einer obligatorischen Herzschmerz-Ballade („Give Me Something“) und der einen oder anderen Stadion-Hymne („Lady Luck“, „Set It Off“) im Gepäck stehen Crash Romeo nun bereits zum zweiten mal am Bahnhof zum Ruhm, doch weit und breit kein Zug mehr in Sicht. Da haben andere wohl den Zug gekapert und haben Crash Romeo einfach stehen lassen. Aber eine wirkliche Schande ist das nicht, denn etwas Neues gibt es auf „Gave Me The Clap“ bekanntlich nicht zu hören – und zu sagen haben uns Crash Romeo auch nichts Wichtiges. Zum tanzen animiert die Scheibe trotzdem und ist damit selbstverständlich partytauglich. Mit einfallsreichen Texten, wie „clap, clap, clap, clap your hands…”, fordern die Romeos zum mittanzen und mitgrölen auf und wenigstens den Gefallen kann man der Truppe ja machen. Doch wenn der Stimmungspegel der Party schon im Keller ist, kann man ihn mit „Gave Me The Clap“ auch nicht mehr retten.

Anspieltipps:

  • About To Break
  • Victim Liar
  • Honest Eyes

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