Soilent Green - Inevitable Collapse In The Presence Of Conviction - Cover
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Soilent Green Inevitable Collapse In The Presence Of Conviction


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Bereits Goatwhores letztes Geprügel namens „A haunting curse“ (09/2006) machte eine ziemlich gute Figur und auch die Mitarbeit von Shouter Ben Falgoust an der neuen Soilent Green-Scheibe „Inevitable collapse in the presence of conviction“ veredelt das Deathgrind-Gebolze maßgeblich. Es ist einfach die herrlich unaffektierte Art und Weise wie Falgoust seine Vocals ins Mikro schleudert als wären sie Teil einer mantrischen Beschwörungsformel. Musikalisch geht es im Gegensatz zu der härteren Gangart der Ziegenhure auf dem fünften, bisweilen sehr progressiv gehaltenen Klumpen des Vierers aus Louisiana zwar etwas gesetzter zu, was aber nicht heißen soll, dass einem trotzdem keine Blastbeats um die Ohren fliegen können.

Den Auftakt machen zähe Sludge-Riffs (Brian Patton) und ein aufgeregtes Schlagzeug (Tommy Buckley), während Scott Crochet am Bass für den nötigen Unterbau im kontrollierten Chaos der zwei Opening Tracks „Mental acupuncture“ und „Blessed in the arms of servitude“ sorgt. Dann klimpert zu Beginn von „In the same breath“ seelenruhig eine Akustische, die natürlich sogleich von einem apokalyptischen Abrisskommando in Stücke gerissen wird. Mit groovender Entschlossenheit jagen Soilent Green den Hörer mit „Antioxidant“ anschließend in eine wahrhaft sprunghafte, aber durch und durch überzeugende Vorstellung ihres Wahnsinns hinein, deren meisterhafte Wendung bei Minute 1:14 für nichts anderes als offene Münder sorgt.

Als eine Mischung aus Crowbar meets Todesblei schütteln die Amis mit „Superstition aimed at one´s skull“ den nächsten Groover aus dem Ärmel und verlieren ab diesem Zeitpunkt leider das Gespür für vielschichtige Ideen und beenden „Inevitable collapse in the presence of conviction“ souverän, aber nicht mehr zur Gänze überzeugend. Lediglich das unruhig agierende Drumkit gegen Ende von „All this good intention wasted....“ lässt aufhorchen. Wen jetzt noch interessiert über was sich Falgoust auf der Platte eigentlich so auskotzt, muss Gitarrist Patton zu Wort kommen lassen: „In unserem Kreise gab es eine Menge Todesfälle zu beklagen. Glenn wurde Opfer des Hurrikans, unser alter Bassist wurde erschossen und auch innerhalb unserer Familien sind unschöne Dinge passiert. Es war nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen hier. Das Hauptthema ist Depression; wie wenn dir Hoffnung gegeben und im selben Moment wieder genommen wird. Harte Sache.“ Was selbstredend auch auf die musikalischen Ergüsse Soilent Greens zutreffend ist.

Anspieltipps:

  • Antioxidant
  • In The Same Breath
  • Superstition Aimed At One´s Skull

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