Toto - Falling In Between Live - Cover
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Toto Falling In Between Live


  • Label: Eagle Rock/EDEL
  • Laufzeit: 142 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das DVD-Äquivalent zur bereits vier Monate alten Doppel-CD.

Toto. Eine Band, die, wie Kollege Reichel bereits in seiner Kritik zur CD-Fassung des Live-Mitschnitts vom 26. März 2007 im ausverkauften Pariser „Le Zenith“ feststellte, „wohl poppigste Prog-Rock-Band in der Musikgeschichte, die jeder Zeit in der Lage ist, ausufernden 10-Minuten-Songs knackige Hitsingles wie „Rosanna“ oder „Africa“ folgen zu lassen“, legt nun das DVD-Äquivalent zur bereits vier Monate alten Doppel-CD „Falling in between: Live“ nach. Wie schon in der bereits erhältlichen Version ist auch hier die Abmischung der Band (wahlweise im Dolby Digital Stereo oder 5.1-Mix oder überhaupt im DTS Digital Surround Sound) auf höchstem Niveau, sodass jede einzelne Facette der zwanzig Tracks (Solos und Intro nicht mitgerechnet), die so gut wie jede Epoche der seit über 30 Jahren bestehenden Truppe abdecken, wahrgenommen werden kann.

Dass das Hauptaugenmerk dabei gar nicht so stark auf dem letzten Studioalbum (lediglich die Songs „Bottom of your soul“, „Falling in between“, „King of the world“ und „Taint your world“ wurden in die Setlist eingebunden) liegt, mag vorerst verwundern, liegt aber schlicht und ergreifend daran, dass Toto auf den vorangegangenen elf Studioalben einfach genug bemerkenswertes Material angesammelt haben um nicht unweigerlich auf die neuesten Kompositionen zugreifen zu müssen um das Publikum beim Konzert bei Laune zu halten. Schließlich verfügen die Amerikaner über eine treue Fangemeinde, die ihre Idole nicht nur abgöttisch verehrt, sondern ebenso gröbere Schnitzer wie die nicht unbedingt herausragende Leistung von Bobby Kimball (Gesang) ohne viel mit der Wimper zu zucken verzeiht. Da ist dann auch das Fehlen des einen oder anderen Lieblingssongs schnell vergessen.

Wieso letztendlich aber keine höhere Wertung für die Pop/Prog-Rock-Veteranen herausspringt, liegt an der über weite Strecken außen vor gelassenen Beteiligung des Publikums im Klangbild des Konzerts. Man führe sich nur einmal das tobende Publikum bei dem verspielten, fast zehnminütigen Klassikers „Rosanna“ zur Güte und wird schnell feststellen, dass da einiges unter den Tisch gekehrt wurde. Gerade einmal nach der zartfühlenden Einleitung des Songs, quasi ab dem Moment als das Stück richtig losgeht, wird die Menschenmenge im Pariser Zenith (immerhin über 5.500 Leute) hinzugemischt und gleich wieder abgewürgt. Was bringt es also wenn man ein Konzert als DVD vorliegen hat und zwar den Sänger nach einem Song etwa fünf Mal „Say yeah“ schreien hört, aber dieser keine Antwort bekommt? Eben! Darum wird die Wertung für „Falling in between: Live“ ebenfalls etwas beschnitten, auch wenn z.B. das Grande Finale mit „Drag him to the roof“ oder die Soli von Steve Lukather, Greg Philinganes und Simon Phillips genau das sind, was man von einer Rockband erwartet um zufrieden nach Hause zu gehen oder mit einem glücklichen Grinsen vor dem heimischen Fernseher zu sitzen.

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