Arsis - We Are The Nightmare - Cover
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Arsis We Are The Nightmare


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit dem Jahr 2000 beschallen „Arsis“ die Welt mit ihrem Melodic-Death-Metal. Anfangs nur aus James Malone (Gitarre / Bass / Vocals) und Mike VanDyne bestehend, suchte sich Malone nach dem Ausstieg von VanDyne 2007 neue Mitstreiter für die erste Albumproduktion mit einer kompletten Besetzung, welche er in Ryan Knight (Gitarre), Noah Martin (Bassgitarre) und Darren Cesca (Schlagzeug) fand. Die beiden ersten Alben des damaligen Zweiergespanns boten teilweise noch nicht gekannte Death-Metal-Passagen und verhalfen dem Genre zu neuem Aufschwung. Das neueste Werk „We are the nightmare“ versucht den Weg der Vorgänger konsequent weiter zu verfolgen.

Nach einem cleanen Intro hämmert die Double-Base im Opener auch gleich los. Abgehackte Gitarrenpassagen, eine bitterböse Stimme und ein durch Breaks und Stops aufgerütteltes Schlagzeug lassen einem keine Zeit zum Verschnaufen. Wann immer man sich an einen Rhythmus gewöhnt hat, taucht ein neuer auf. Die Double-Base wird nicht nur inflationär durchgehämmert, sondern auch gekonnt akzentuiert eingesetzt. Störend empfindet man allerdings die Abmischung der Snare. Wie kann man diese Trommel nur so brutal hart einspannen und dann auch noch so blechern abmischen? Wenn man das hört, wünscht man sich am Gehörgang einen Schließmuskel, der einem von solchen Klängen bewahrt! Die Basedrum und die restlichen Tombs wurden hingegen gut gemischt, umso mehr schade für das Schlagzeug. Denn was Cesca sonst abliefert ist eine nahezu durchweg überzeugende Arbeit.

Vor allem in „Servants to the night“ haut es einen von den Socken, einfach Spitze! Zu wünschen übrig lässt leider auch die Tightness (= Zusammenspiel der Musiker). Ganz deutlich wird das Problem in „Overthrown“, das zwar mit einem supermelodischen Intro aufwartet, die Gitarren allerdings kein Stück mit dem Schlagzeug zu harmonisieren weiß. In Zeiten digitaler Aufnahmen ist so etwas absolut unverständlich. Ansonsten erledigen die beiden Gitarristen einen hervorragenden Job, und beweisen auch immer wieder, dass sie melodische Spielweisen genauso gut wie schnelle Death-Metal-Passagen beherrschen. „My oath to the madness“ zeigt eindrucksvoll, wie wunderbar die Beiden auch in Solopassagen miteinander harmonieren. Auch gesanglich kann man an Malone nicht das Geringste aussetzen, denn er versteht es perfekt sowohl höhere als auch tiefere Shout-Vocals gut in Szene zu setzen.

Zufrieden sein kann man mit dem neuesten Werk der Amerikaner leider nicht. Auch wenn sich viele gute Gedanken auf dem Album befinden, sind doch so viele Punkte störend, dass man über weite Strecken keine wirkliche Freude beim Hören hat. Eigentlich schade, denn ohne die oben genannten Probleme hätte es eine richtig gute Platte werden können. So wie sie vorliegt, wird sie allerdings wohl in der Masse der Metalalben untergehen.

Anspieltipps:

  • We are the nightmare
  • Servants to the night
  • My oath to madness

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