Gus Black - Today Is Not The Day To Fuck With Gus Black - Cover
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Gus Black Today Is Not The Day To Fuck With Gus Black


  • Label: India/Rough Trade
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album-Cover, schwarz wie der Tod, dazu ein grimmig dreinschauender Mann, der einen Revolver auf den Betrachter richtet und mehr als deutlich durchblicken lässt: „Mit mir ist heute nicht zu spaßen!” – da geht der geneigte Hörer lieber freiwillig in Deckung, vermutlich in Erwartung eines wüsten Orkans aus knüppelndem Hardrock und Texten, die sich in Sachen Wut gewaschen haben. Doch alles halb so schlimm! Was aussieht wie ein Großangriff auf das menschliche Gehör, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als optische sowie akustische Mogelpackung, die es musikalisch aber durchaus in sich hat!

„Today Is Not The Day To Fuck With Gus Black” ist das fünfte Studioalbum des US-amerikanischen Indie-Singer/Songwriters Gus Black, seitdem dieser vor 12 Jahren mit dem Longplayer „Gus” debütierte. Der Songschreiber aus Los Angeles verlässt mit seinem aktuellen Werk die ursprünglich für diese Produktion vorgesehen Pfade elektrischer Rockmusik, um tatsächlich noch intimere Akustik-Folksongs auf Tape zu bannen, als es der Hörer von seinen vorherigen Alben gewohnt ist.

Unterstützt von erlesenen Studiomusikern aus dem Dunstkreis von Eels, Turin Brakes, Beck und Ryan Adams, sowie den beiden Sängerinnen HT Heartache und Constance Baker, zaubert Gus Black ein äußerst sparsam instrumentiertes, aber nicht minder durchdringendes Album aus dem Hut, das sich behutsam an den Hörer heranschleicht, sich festkrallt und so schnell nicht mehr loslassen mag.

Oft nur von einer akustischen Gitarre, zartem Backgroundgesang der oben genannten Damen oder einer singenden Säge (!) begleitet, besingt Black die typischen Songwriter-Stoffe, z.B. über die Ex-Freundin, die nun mit dem besten Freund zusammen ist, das harte Leben an sich und böse Plattenfirmen, die ihre Künstler abzocken. Eigentlich ja nichts Neues, aber das Ganze klingt dermaßen fragil und von Herzen kommend, dass man dieses kleine, aber sehr feine Album schnell ins Herz schließt.

Anspieltipps:

  • Silent films
  • One for the arrow
  • Blood and belonging
  • Today is not the day...
  • Hurrah hurrah hurrah, hurray hurray

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