Tristan Brusch - My Ivory Mind - Cover
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Tristan Brusch My Ivory Mind


  • Label: Timezone/Rough Trade
  • Laufzeit: 34 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei einem Singer/Songwriter-affinen Redakteur, wie es der Verfasser dieser Zeilen ist, landet ein Album wie das des 19jährigen Singer/Songwriters Tristan Brusch natürlich auf dem richtigen Tisch. Sollte man meinen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

„My Ivory Mind“, der zweite Longplayer des Teenagers, ist für den Rezensenten ein einziges Missverständnis. Denn hin und wieder gibt es Platten wie diese, an der einem so rein gar nichts gefallen mag. Irgendwie scheint hier die Chemie zwischen Künstler und dem durchaus geneigten Hörer nicht zu stimmen. Bruschs Art zu singen (Stichwort: rollendes „R“), seine piepsige Stimme, die kauzigen Texte und die niedlich-nette Folkmusik – die Vorstellung von einem berührenden Singer/Songwriter- oder was-auch-immer-Album trifft „My Ivory Mind“ nicht.

Man könnte höchstens mit dem Lockmittel „Kult“ werben, wenn Tristan Brusch auf seiner „rostigen Gitarre“ oder einem Banjo herumklimpert und in Songs wie „Sad clown“ das „Personal Jesus“-Riff von Depeche Mode verwurstet. Klar, die Streicher im Titelsong klingen wirklich sehr angenehm und der Künstler ist absolut in der Lage Atmosphäre und schönen Harmonien zu erschaffen, aber spätestens wenn Brusch den Mund aufmacht, kommt der kalte Schauer und die mühsam aufgebaute Stimmung ist wieder dahin. Nein, so macht das mit uns keinen Sinn.

Anspieltipps:

  • The queen
  • My ivory mind
  • Devil’s trill sonata
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