Goldfinger - Hello Destiny - Cover
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Goldfinger Hello Destiny


  • Label: Side One Dummy/CARGO
  • Laufzeit: 32 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Gute drei Jahre musste die Fangemeinde auf den bereits sehnsüchtig erwarteten Nachfolger von „Disconnection Notice“ warten – nun steht er hier: „Hello Destiny“ heißt das neue Werk der werten Herrschaften von Goldfinger. Nach der Bandgründung 1993 ist dies nunmehr das insgesamt zehnte Album der Jungs aus Kalifornien und nach wie vor bedient es sich den altbewährten Mitteln, die Goldfinger gegen Ende der 90er Jahre durchaus erfolgreich werden ließen.

Das Rezept, das John Feldmann, Kelly Lemieux, Charlie Paulson und Darrin Pfeiffer noch immer verwenden ist dabei so simpel wie treffend: Ehrlicher, rauer Punkrock mit einem ordentlichen Schuss Ska an der einen oder anderen Ecke – das hat auf den alten Alben funktioniert und das tut es auch heute noch: Dieses Album hat richtig „balls“ wie man sagt, besonders hervorzuheben ist der erfrischend raue, ungeschliffene Ton der Scheibe, der auf sympathische Weise ein wenig an die ersten Tonaufnahmen im Kellerstudio erinnert. Dabei kommt auch der Inhalt nicht zu kurz: Songs wie „War“ oder „Bury Me“ haben richtig Gehalt, Tracks wie zum Beispiel „One More Time“ regen einfach zum hemmungslosen Rocken ein. Es gibt den ein oder anderen Song („Not Amused“), die einen Anlauf mehr brauchen um richtig zu überzeugen, jedoch gibt es erfreulicherweise keinen wirklich schlechten Track auf dieser Platte.

Genau das ist zugleich die erfreuliche Message, die „Hello Destiny“ zu transportieren weiß: Es ist amtlich, Punk lebt noch immer – und in Fällen wie diesem muss man sagen mehr denn je. Es ist wirklich erfreulich, dass ein Sound, der in ähnlicher Form seit gut 15 Jahren existiert auch heute noch immer so einzuschlagen weiß; dass es auch heute noch möglich sein kann Alben zu produzieren, die nicht völlig glatt und geleckt daherkommen und das es immer wieder Bands gelingt, ihrer ursprünglichen Linie treu zu bleiben – allen Widrigkeiten des Musikbusiness zum Trotz. Dafür – und für ein wirklich gelungenes Punkrock-Album – muss man Goldfinger an dieser Stelle ein dickes Kompliment machen: „Hello Destiny“ macht Spaß und wird mit Sicherheit seine Jünger finden.

Anspieltipps:

  • One More Time
  • Without Me
  • The Only One
  • War

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