Giovanni Ferrario - Headquarter Delirium - Cover
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Giovanni Ferrario Headquarter Delirium


  • Label: Solaris Empire/Broken Silence
  • Laufzeit: 69 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit freundlichen Grüßen aus der italienischen Indie- und Underground-Szene erreicht uns das Solodebüt von Giovanni Ferrario. Und obwohl es das Erstlingswerk des Italieners darstellt, ist der gute Giovanni bereits seit vielen Jahren musikalisch aktiv und in seiner Heimat so was wie eine Kultfigur. Sagt man zumindest. Beweisen können wir es vorerst nicht.

Ferrario gründete 1997 die Band Micevice, die drei englischsprachige Alben auf den Markt brachte. Danach folgte ein festes Engagement in der Band von Hugo Race, The True Spirit, sowie zahlreiche Verpflichtungen als Produzent und Sessionmusiker. Zuletzt erhielt Ferrario eine Einladung von PJ Harvey und John Parish, an deren neuer Produktion mitzuwirken, die im Laufe des Jahres erscheinen wird.

Auf „Headquarter Delirium“ tritt Giovanni Ferrario aber zunächst als Solokünstler in Erscheinung, der mit ein paar befreundeten Musikern 13 Songs eingespielt hat. Die meisten Instrumente spielte der Italiener dabei selbst und zauberte einen, mit 70 Minuten Spielzeit vielleicht etwas zu lang geratenen, Mix aus Rock und Elektronik, der vor psychedelischen Spielereien („War’s over“) ebenso wenig Halt macht, wie vor klassischen Singer/Songwriter- („The story of your life“) und verdrehten Art-Rock-Songs („Elsewhere“).

Das ist hochinteressant anzuhören und gehört tendenziell in die 60er/70er-Jahre-Schublade, würde aber auch hervorragend in jeden Quentin-Tarantino-Film passen. Und dazu braucht es schon einen gewissen Kult- bzw. Coolness-Faktor, den Giovanni Ferrario zum einen mit seinen vielschichtigen Kompositionen und zum anderen mit seiner markanten Stimme herstellt, die ohne Übertreibung Parallelen zu Iggy Pop, Lou Reed, Mark Knopfler, David Bowie und Nick Cave aufweist. Kommerziell hat „Headquarter Delirium“ dennoch nur bedingte Chancen. Aber das ist ja auch kein Maßstab für Qualität.

Anspieltipps:

  • Elsewhere
  • Easy to forget
  • The story of your life
  • Holy freebased blues
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