I Walk the Line - Black Wave Rising - Cover
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I Walk the Line Black Wave Rising


  • Label: Rookie Records/CARGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

„I Walk The Line“. Ziemlich jeder denkt bei diesen vier Worten sofort an Johnny Cash, oder vielleicht auch an Joaquin Phoenix. Musikalisch geprägt wird I Walk The Line aber auch durch eine Punkrock Band aus Helsinki, Finnland, die derzeit ihr aktuelles Album, „Black Wave Rising“, versuchen an den Mann zu bringen. Mit einer Mischung aus rockigen Gitarrenriffs, geküsst vom Punkrock-Effekt, und streckenweise heraus stechenden 80er Jahre Orgel Sounds, macht „Black Wave Rising“ eine abwechslungsreiche Figur im Genre der drei Akkorde. Klangvolle finnische Namen wie Ville Rönkkö (Vocals, Bass), Antti Rönkkö (Gitarre, Vocals), Jani Koskinen (Gitarre), Anna Prikola (Orgel) und Jussi Kenttämaa (Schlagzeug) prangen unter dem Namensschild der Band, bei denen ein jeder Deutscher an Schnee, Eishockey, Elche und Nokia denkt. Aber abgesehen von den Namen weißt „I Walk The Line“, außer durch Einsatz einer Orgel, keine spezifischen Merkmale anderer Punkrockbands vor.

Hervorzuheben sind die teils unpassend wirkenden Vocals. Wieso? Das lässt sich schwer erläutern. Stimmtechnisch fehlt es oft an einigen Stellen. Das Punkrock Sänger Ecken und Kanten in ihrem Gesang haben müssen ist unbestreitbar. Dennoch sollte eine Art Harmonie mit dem Grad der Aggressivität der Instrumente, und Stimmen herrschen. Verbesserungswürdig ist diese Tatsache dementsprechend in Songs wie zum Beispiel „Paradise“. „Stigmatized“ oder „The Metro“. Die Regel bleibt dies aber nicht über das ganze Album hinweg. Dass die teils krächzenden Stimmen auch passen können, demonstriert I Walk The Line allerdings in Songs wie „Black Wave“ oder „Words Like Knives“.

Zudem kommt man bei I Walk The Line nicht drum herum, die Orgel zu erwähnen. Speziell „Words Like Knives“ nutzt diese instrumentalen Variationen sehr gut aus, so dass I Walk The Line melodisch in einigen Songs, streckenweise überraschend überzeugen kann. Dennoch bleibt das Album im Mittelmaß stecken. Speziell „The Metro“ und „Way Back Home“ kommen über langweiliges „Pi-Pa-Po Gerocke“ nicht hinaus. Pflicht für ein Punkrock Album ist es, und das ist wohl ebenso unbestreitbar wie die Ecken und Kanten der Sängerstimme, eine Menge zum Pogen und Ausflippen zu animieren. Genau dies schafft „Black Wave Rising“ allerdings zu selten. Melodisch ähnelt es durch den 80er Jahre angehauchten Sound, eben zu oft an Bands wie zum Beispiel Plus-44. Demnach sind die Melodien oft zu soft und die Drums und Riffs, entsprechen selten dem, was man für einen gesunden „Moshpit“ benötigt.

Am Ende bleibt ein solides, mittelmäßiges Punkrock Album, das in „Words Like Knives“ und „Demonic Verses“ (nicht zu letzt durch gute Hooks) seine Highlights enthält. Wer Punkrock sucht, der nicht durchgehend nur demselben klassischen Schema folgt, kann auf „Black Wave Rising“ ruhig mal einen neugierigen Blick riskieren.

Anspieltipps:

  • Words Like Knives
  • Demonic Verses
  • Black Wave

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