Beth Rowley - Little Dreamer - Cover
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Beth Rowley Little Dreamer


  • Label: Boutique/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Gerade erst haben wir direkt aus dem UK die neuen weiblichen Gesangsstars Adele, Duffy und Gabriella Cilmi (die Australierin machte den Karriereumweg über London) durchgewunken, da steht schon das nächste Nachwuchstalent in den Startlöchern: Beth Rowley (27) aus Bristol. Sie ist Absolventin des Brighton Institute of modern Music (BIMM) und knüpft musikalisch an die großen Augenblicke des Soul, Folk, Gospel und Blues an. Na klar, das ist zurzeit mächtig angesagt, aber bei Beth Rowley besteht weder der typisch britische Hype-Alarm, noch die Gefahr, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen.

Die in Peru geborene Sängerin gründete 1996 im Alter von 15 Jahren ihre erste Band und tat sich im Jahr 2000 mit dem Saxophonisten Ben Castle (u.a. Jamie Cullum, Duke Special) zusammen, der die Songs ihres Debütalbums „Little Dreamer“ arrangierte. Produziert wurde es von Steve Power (Blur, Feeder, Robbie Williams), Kevin Bacon und Jonathan Quarmby (Sugababes, Eagle Eye Cherry, Finlay Quaye, Pretenders). Das Album besteht sowohl aus Eigenkompositionen als auch aus sehr treffend ausgesuchten Coverversionen u.a. von Bob Dylan und Willie Nelson. Das ist wichtig, denn wie zum fünften Mal aufgewärmt, klingt hier nichts.

Wie schon bei Amy Winehouse – der strauchelnden Vorreiterin der Neo-Soul-Welle –, Adele, Duffy und Gabriella Cilmi, ist Beth Rowleys Stimme außergewöhnlich gut. Das unterscheidet sie und ihre Kolleginnen von 08/15-Popsängerinnen, bei denen im Studio mit allen Mitteln nachgeholfen werden muss. Dass die 27-Jährige zudem sehr vorzeigbar aussieht, nehmen wir einfach als Bonus mit. Wichtiger ist, wie Beth Rowley sich am Mikrophon schlägt. Und auch da erleben wir eine sehr gelungene Vorstellung. Das fängt bei den geschmackvoll umgesetzten Coverversionen an („Nobody’s fault but mine“, „I shall be released“, „When the rain came“) und hört bei den bestens dazu passenden Eigenkompositionen auf („Sweet hours“, „So sublime“, „Oh my life“). Dass darüber hinaus auch die Instrumentierung stimmt, die traditionell und urwüchsig daherkommt, macht „Little Dreamer“ zu einem wirklich feinen Album, das nicht vordergründig auf die Charts schielt und dennoch Chancen auf eine Platzierung ganz weit oben hat.

Anspieltipps:

  • Oh my life
  • I shall be released
  • When the rain came
  • You never called me tonight
  • Angel flying too close to the ground

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