Kraak And Smaak - Plastic People - Cover
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Kraak And Smaak Plastic People


  • Label: Jalapeno/Groove Attack
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Kraak & Smaak fallen auf. Schon allein der Name ist ungewöhnlich, die Musik des Trios ist es ebenso. Welches Genre könnte bei dem Namen denn in Frage kommen? Und dabei ist fast egal, welche Antwort kommt, denn Kraak & Smaak sind der Art genre-übergreifend, dass nur wenige Sparten ausgelassen werden. Dennoch haben die Niederländer - bereits zum zweiten Mal - ein harmonisches, wohlklingendes Album geschaffen, das den Namen „Plastic People“ trägt. Nachdem das Debüt „Boogie-Angst“ positiv von den - ebenfalls unterschiedlichsten - Hörern aufgenommen wurde, ging es auf große Tour, auf welcher Kraak & Smaak von Ländern der ganzen Welt eingeladen wurden, um auch endlich dort die tanzbaren Platten aufzulegen.

Vollgesogen mit positiver Resonanz zog es Oscar De Jong, Wim Plug und Mark Kneppers zurück ins Studio, doch sie blieben nicht allein an diesem Ort. Zahlreiche Gastsänger wurden für „Plastic People“ gewonnen und die gestalteten die Kompositionen noch abwechslungsreicher. Unter ihnen Ben Westbeech, der den Gesang der Vorabsingle „Squeeze Me“ übernommen hat und damit einen der ersten Sommerhits dieses Jahres angestimmt haben dürfte.

Mit dem Song „Enzo“ wird die lateinamerikanische Schublade aufgezogen, die im Folgenden mit „Man Of Constant Sorrow“ weitergeführt wird und mit „That's My World“ abgerundet wird, das wiederum ein wenig an den Sound von Panjabi MC erinnert. Softer Dancehall folgt mit „Cornered“ und dann wird die nächste Geschmacksfront bedient. „California Roll“, „Thinking Back“ und „Ain't Gonna Take It No More“ können wohl am ehesten als trance-lastig beschrieben werden; von den Dreien macht „Thinking Back“ aber definitiv am meisten Spaß. Doch auch für die Freunde der ruhigeren Loungeklänge haben Kraak & Smaak was auf Vinyl pressen lassen. („Thinking Back”, „Il Serpente”, „Ready For Life”)

„Plastic People“ ist mit seinen dreizehn Songs und 60 Minuten Laufzeit an Ergiebigkeit kaum zu toppen und bis auf wenige Stellen, die sich etwas wie Kaugummi ziehen, auch äußerst kurzweilig. Das Album reicht vom Einspannen um zu entspannen, bis zum Aufdrehen um durch zu drehen. Fast unverschämt, wie selbstverständlich die drei Herren durch die Musiklandschaft scratchen und dabei stets und ständig eine gute Figur machen.

Anspieltipps:

  • Squeeze Me
  • Plastic People
  • Thinking Back
  • Il Serpente

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