Was (Not Was) - Boo! - Cover
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Was (Not Was) Boo!


  • Label: Rykodisc/Rough Tade
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach fast 20-jähriger Plattenpause erscheint mit „Boo!“ doch tatsächlich ein neues Studioalbum der Detroiter Art-Funk-Disco-Combo Was (Not Was) über das New Yorker Rykodisc-Label. Und wie es sich für so ein überraschendes Album-Comeback und den Nachfolger der Greatest-Hits-CD „Hello Dad, I’m In Jail“ (1992) gehört, geben sich David „Was“ Weiss (Keyboards, Gesang), Don „Was“ Fagenson (Bass, Keyboards, Gesang), Sweet Pea Atkinson (Gesang) und Sir Harry Bowen (Gesang) im Original-Line-up die Ehre und bringen für die zehn neuen Tracks ihres sechsten Studiowerks eine stattliche Gästeliste an den Start. Als da wären: Kris Kristofferson, David Campbell, Donald Ray Mitchell, Randy Jacobs, Booker T. Jones und David McMurry, um nur ein paar der beteiligten Musiker zu nennen.

Was (Not Was) sind bekannt für Kompositionen, die zwischen zappaesk-genial und total lächerlich changieren. Diese angstmachende Bandbreite wird dem Hörer auf „Boo!“ zum Glück nicht zugemutet. Kleine Spinnereien wie „Needletooth“ und „Green pills in the dresser“ halten sich heuer brav zurück. Dafür können die Amerikaner streckenweise mit wunderbaren Arrangements und jeder Menge funky Grooves begeistern. Schon nach wenigen Hördurchgängen kann man deshalb konstatieren, dass sich die Reunion für dieses Album gelohnt hat, nachdem die Band bereits im Winter des Jahres 2004 auf dem Sundance Film Festival gemeinsam wieder live aufgetreten war.

Auch wenn die Songs hin und wieder etwas altmodisch klingen mögen, muss man dies der Band sogar positiv auslegen. Denn genau dieser Sound macht Was (Not Was) unverwechselbar und „Boo!“ zu einem musikalisch erstklassigen Werk, dem vielleicht nur ein Überhit der Marke „Papa was a Rolling Stone“ (1990) fehlt, wobei dies ja auch „nur“ eine Coverversion war. In sofern: Alles in Butter!

Anspieltipps:

  • It’s a miracle
  • Your luck won’t last
  • From the head to the heart
  • Mr. Alice doesn’t live here anymore

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