Rogue Wave - Asleep At Heaven´s Gate - Cover
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Rogue Wave Asleep At Heaven´s Gate


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Was einst als kleines Soloprojekt begann, nimmt von Album zu Album immer mehr Fahrt auf und wird langsam aber sicher zu einer ernsten Angelegenheit, wenn es um Chartplatzierungen und dem Abschneiden in Jahres-Polls geht. Denn inzwischen sind Rogue Wave zu einer richtigen Band gewachsen, die mit ihrem dritten Album bei Brushfire Records, dem Label des singenden Surfers Jack Johnson, gelandet ist. Und wer sich das Brushfire-Roster ansieht, merkt schnell, dass Mr. Johnson durchaus ein Händchen für Künstler hat, die Indie-Credibility mit kommerziellem Potenzial verbinden können.

In der aktuellen Besetzung Zach Rogue (Gesang, Gitarre), Patrick Abernethy (Bass), Pat Spurgeon (Drums) und Gram LeBron (Keyboards) zogen Rogue Wave zusammen mit Produzent Roger Moutenot (Elvis Costello, Yo La Tengo, Sleater Kinney) in Studios im beschaulichen Forestville in der kalifornischen Bay Area sowie in Oakland ein, um ihrer LoFi-Rock-Vergangenheit ein Ende zu setzen. Und schon die ersten Klänge von „Asleep At Heaven’s Gate“ verraten, dass Rogue Wave mit ihren neu dazu gewonnenen (sowohl finanziellen als auch musikalischen) Mitteln gut umzugehen wissen.

Im Vergleich zu den vorangegangenen Alben klingt heuer alles größer, wuchtiger und ausgefeilter. Besonders der an die Beach Boys gemahnende, von „Nada Surf“-Boss Matthew Caws unterstützte Harmoniegesang stellt einen Quantensprung dar. So reihen sich kleine Indie-Juwelen wie „Chicago x 12“, „Ghost“ und „Harmonium“ wie an der Perlenschnur auf und stechen aus einem Album hervor, das eine ausgewogene Mischung aus beschwingten Rockern („Own your own home“, „Phonytown“), spartanischen Balladen („Missed“), Folkpopsongs („Fantasies“) und sakraler Psychedelik („Cheaper than therapy“) präsentiert. Das nennt man wohl gelungene Weiterentwicklung.

Anspieltipps:

  • Ghost
  • Fantasies
  • Harmonium
  • Chicago x 12
  • Christians in black
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