MiNa - Playground Princess - Cover
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MiNa Playground Princess


  • Label: Sophie Records/SonyBMG
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

MiNa sind Rahel Jaël Krebs (29, Gesang) und Luk Zimmermann (34, Gitarre), besser bekannt als die kreativen Köpfe der seit zehn Jahren bestehenden Schweizer Popband Lunik, die sich mit mittlerweile fünf veröffentlichten Alben einen Status als Platin-Act aufgebaut hat. Um dorthin zu gelangen, muss man in der Schweiz mindestens 30.000 Einheiten einer Platte verkaufen, was auch für die Eidgenossen kein Pappenstil ist.

Mit MiNa wagt das Berner Duo nun einen kreativen Ausritt, denn der Erfolg ihrer Hauptband gab natürlich im Laufe der Zeit gewisse Zwänge und Erwartungen seitens des Publikums vor. Unter neuem Namen können jetzt z.B. die elektronischen (TripHop-)Elemente abgebaut und gegen akustische Bestandteile ausgetauscht werden. Die Vorgabe war, dass „Playground Princess” ein handgemachtes Album mit minimalem Synthesizer-Einsatz werden sollte. Dieses gelingt durch den Einsatz von Akustik- und ganz wenig E-Gitarren, Blockflöte, Banjo, Farfisa-Orgel und Piano. Auf dem Cover ist sogar ein Waldhorn abgebildet. Herausgehört habe ich es allerdings nicht. Darin eingebettet sind fragile Kompositionen wie das Duett „Living in between“ mit dem Minor-Majority-Sänger Pal Angelskar oder das minimalistisch-schöne „Man from the past“.

Laut Luk Zimmermann lebt das Album vom Charme des Unfertigen. Es gibt Songs ohne Refrain („Sleeping on a butterfly“) und diverse One-Take-Aufnahmen. Entstanden sind diese meist in reiner Teamarbeit zwischen Rahel Jaël Krebs und Luk Zimmermann – also auch ohne die Hilfe eines externen Produzenten. Ehrlich gesagt, das hört man den elf Tracks auf „Playground Princess” auch ein wenig an. Neben dem wohl besten Stück „Enjoy the rain“, dem wunderschönen „Lying b-side u“ im Sophie-Zelmani-Stil sowie dem bei KT Tunstalls „Black horse and the cherry tree“ geklauten „What it means to you“ tummeln sich einfach zu viele Songs auf dem Album, die nicht zwingend genug sind, die gedankenversunken vor sich hindösen und mit Emotionen zu sparsam sind. Etwas mehr Pep wäre hier wirklich nicht schlecht gewesen.

Anspieltipps:

  • Enjoy the rain
  • Lying b-side u
  • At the start of it
  • Living in between
  • Man from the past
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