The New Amsterdams - At The Foot Of My Rival - Cover
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The New Amsterdams At The Foot Of My Rival


  • Label: Arctic Rodeo Recordings
  • Laufzeit: 50 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Matthew Pryor sang jahrelang in der Emo-Band Get up Kids bis die sich 2005 auflöste. Schon während dieser Zeit begann Pryor anno 2000 das Seitenprojekt „The New Amsterdams“, welches nun schon ihr sechstes Album auf den Markt bringen konnte. Eigentlich erschien die CD schon letztes Jahr und war als Import zu bekommen, doch endlich ist dieses Werk auch hierzulande käuflich zu erwerben, weil dankenswerterweise das Hamburger Label Arctic Rodeo Recordings das Potenzial erkannte und diesen Longplayer nun in Vinyl- und CD-Format presste.

The New Amsterdams sind: Matthew Pryor, Bassist Eric McCann, Gitarrist Dustin Kinsey sowie Drummer und Perkussionist Bill Belzer. Der Produzent heißt Colin Mahoney, den wohl außerhalb der Kleinstadt Lawrence in Kansas wohl kaum jemand kennt. Im Heimstudio von Pryor, im besagten Lawrence, entstanden die 17 Tracks und trotz oder gerade wegen der Tatsache, dass kaum jemand die Protagonisten kennt, bekommt der Hörer feinsten Indie-Pop geboten: Mit viel Spielfreude schwelgt entweder Pryor in emotionalen handgemachten Arrangements, die melodieverliebt und melancholisch daher marschiert kommen und sehr viel Hörvergnügen bereiten oder er setzt auf die klassische Rockinstrumentierung, Schlagzeug, Gitarre und Bass, die mit ihren eingängigen Motiven verzaubert. Wobei das aber nie konventionell klingt, sondern durch ausgefeilte und gleichzeitig einfache Songstrukturen positiv auffällt. Es fängt heimelig an, denn „Revenge“ wurde auf dem Laptop-Mikro von Sänger Pryor aufgenommen, aber gutes Songwriting klingt auch als Demoversion mehr als überzeugend.

Das mitreißende „Fountain of youth“ oder das eingängige „Wait“ verfügen über hohe Radiotauglichkeit und verlieren trotzdem nicht ihren Indiepop-Appeal. Bei „This Day is gone“ oder „Drunk or Dead“ dominiert dagegen die akustische Gitarre und die sanften Töne. „Drunk or dead“ begeistert zusätzlich mit leisen Orchestertönen, Trompeten und Geigen, die sich Bassist McCann ausdachte und die dem ganzen echte Größe verleihen. Die anderen Songs haben größtenteils einen hörbaren aber gemäßigten Rock-Anteil inne, der der Emo/Punk-Vergangenheit des Komponisten Matt Pryor zugeschrieben wird. Bei jedem Hördurchgang entdeckt man einen neuen Track, der einem gefällt und es gibt kaum einen Ausfall zu beklagen.

Es ist äußerst erstaunlich wie eine Band wie „The New Amsterdams“ bisher durch das Raster der Musikwelt fallen und nicht richtig erfolgreich und bekannt sein konnte: Solche Melodien und Kompositionen wie Pryor und seine Band sie hier präsentieren, sollten den Kauf dieses Werkes nach sich ziehen, denn die Mannen aus Kansas besitzen enorm hohes Potential und Talent.

Anspieltipps:

  • Wait
  • Fountain Of Youth
  • Lost Long Shot
  • Story Like A Scar
  • Drunk Or Dead

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