Gregor Samsa - Rest - Cover
Große Ansicht

Gregor Samsa Rest


  • Label: Own Records/ALIVE
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Musik von Gregor Samsa ist die große Leere. Intuitiv fühlt man die atmosphärischen, lethargischen Brocken der einzelnen Tracks und lässt sich durch das Album treiben. „Rest“ funktioniert wie die vorangegangenen Arbeiten eher wie ein Soundtrack denn wie eine herkömmliche Platte, ein musikalisches Drama par excellence. Durchlebt wird die Melancholie, die Hoffnung und der Absturz.

Die verschiedenen Stimmungen, die die Band mit u.a. Gitarren, Bässen, Pianos, Keyboards, Schlagzeug, Klarinetten, Violinen und Samples kreiert, sind wirklich beeindruckend. Jedes Mittel wird nur sparsam eingesetzt, brüchig und spröde ist das Ergebnis. Niemals laufen Gregor Samsa Gefahr, die schlichte Schönheit ihrer Stücke zu überladen. Man denkt an Sigur Rós, Godspeed You! Black Emperor oder auch an die leider in Deutschland so gut wie unbekannten Kayo Dot, deren Mitglieder Toby Driver und Mia Matsumiya auch zur derzeitigen Besetzung von Gregor Samsa gehören, jedoch ohne deren zwischenzeitliche Ausbrüche. Gregor Samsa bleiben auf ihrer Ebene und erlösen sich nicht.

Die Stimmen auf „Rest“ bilden eine Symbiose mit der Musik, reihen sich geradezu in den instrumentalen Sog ein. Dabei wirken die Texte im besten Sinne nebensächlich, so innig ist der Tanz der verschiedenen Elemente über die gesamte Albumdistanz hinweg. Highlights zu nennen fällt ob der Dichtheit des Gesamtwerks schwer, doch stechen zumindest „Ain Leuh” mit seinem klassisch dramatischen Piano und „Pseudonyms“ mit wunderschönen Vocals hervor. Manifeste für einsame Stunden.

Anspieltipps:

  • Ain Leuh
  • Pseudonyms

Neue Kritiken im Genre „Post-Rock“
Diskutiere über „Gregor Samsa“
comments powered by Disqus