Ralf Gum - Uniting Music - Cover
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Ralf Gum Uniting Music


  • Label: GoGo Music/Nova Media
  • Laufzeit: 62 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Laut beiliegendem Zettel zur Platte „Uniting music“ ist Ralf Gum nicht nur ein sehr umtriebiger deutscher DJ, der schon in so mancher Disco (sowohl national wie international) seine Fingerfertigkeiten am Plattenteller beweisen durfte, sondern hat auch die eine oder andere Single produziert und konnte damit auf kommerzieller Ebene durchaus passable Underground-Hits landen. Oftmals galt dabei als Prämisse die Vocals von einer ausdrucksstarken Sängerin einsingen zu lassen, welche mit lockeren House-Grooves unterfüttert wurden, die wiederum mit Jazz und Soul-Elementen angereichert waren.

Gleich zu Beginn seines Albumdebüts lässt sich Ralf allerdings nicht von irgendeinem unbekannten Gesangstalent unterstützen, sondern fährt ohne Umschweife mit einem besonders großen Geschütz auf, denn niemand geringerer als Beate Lech der Nu Jazz-Truppe Beady Belle bezirzt den Hörer ab dem Zeitpunkt ihres Einsatzes mit einer sinnlichen Darbietung, ganz wie man es von ihr gewöhnt ist. Nichtsdestotrotz bleibt der Track stur auf ein und demselben Drum-Loop hängen und zerstört damit die ansprechende Lounge-Atmosphäre, die von der jazzig angehauchten Grundidee des Songs ausgeht. Nahtlos schließt „Warriors“ an den Opener an und darf sich auch schon als Höhepunkt der Platte bezeichnen, denn nachdem „Elle“ schlicht und ergreifend als in die Länge gezogener, eintöniger Übergang zu „Parachute“ fungiert und auch „Brother like no other“ die längst nervtötende Monotonie nicht abstreifen kann, gibt es im hinteren Teil der Platte eigentlich nichts mehr, was als neu oder abwechslungsreich bezeichnet werden könnte.

Zwar verändert Gum den Rhythmus in „Searching“ und lässt ihn in eine wesentlich flottere Richtung umschlagen, die Krux der ineinander fließenden Stücke macht sich dennoch sofort im sukzessiven Track „Baby let me“ bemerkbar, da die wiederholt gleichbleibende Struktur das Hörvergnügen beträchtlich schmälert. Letzten Endes springt für „Uniting music“ aufgrund dessen natürlich eine äußerst magere Wertung heraus, die mit etwas mehr Feinabstimmung und kritischerer Betrachtung des eigenen Materials nicht sein hätte müssen.

Anspieltipps:

  • Searching
  • Kissing Strangers

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