One Night Only - Started A Fire - Cover
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One Night Only Started A Fire


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Strohfeuer! Die nächste Band aus dem vereinigten Königreich, die lokalen Medienberichten nach zu urteilen, die größte musikalische Offenbarung nach den Beatles sein wird. Und auch diesmal lohnt ein skeptisches Hinhören, um zu merken, dass „One Night Only“ wie so oft nach dem typisch britischen Pop-Rock-Schema funktioniert, aber immerhin doch ein bis drei Tage länger gelingen kann als in nur einer einzigen Nacht.

Das liegt auch am fulminanten Start, den Frontmann George Craig und seine Mannen auf ihrem Debüt hinzulegen in der Lage sind. In bester Killers-Manier rockt „Just For Tonight“ inklusive Retro-Synthesizer melodiös und eingängig ins Ohr und die anschliessend folgende harmonische und astreine Britpopnummer “It’s About Time“ pendelt irgendwo zwischen den Editors und Fall Out Boy und muss ebenfalls zu den Höhepunkten dieser Platte gezählt werden. Der geneigte Kritikleser wird natürlich bereits hier skeptisch in die Zeilen blicken. Zwei absolute Highlights bereits nach schlappen 8 Minuten? Da ist was Faul im Staate North Yorkshire. Richtig vermutet! Denn ab „You And Me“ vergehen One Night Only leider im tristen Mittelmaß. Das an Unscheinbarkeit kaum zu überbietende „He’s There“, das lauwarme „Stay At Home“ oder das mit Pauken (aber hier ohne Trompeten) vor sich hin schallende „Hide“ kann man bei aller Liebe wirklich nicht all zu lange im Gedächtnis behalten.

Zu viele Bands fahren heutzutage in diesem vorherhörbaren musikalischen Fahrwasser und diese Unscheinbarkeit wird auch One Night Only zum Verhängnis. Da hilft auch kein geborgtes Coldplay-Riff auf „Start Over“ oder die dröhnende Trompete (diesmal ohne Pauken) in „Sweet Sugar“. Zumindest sorgen die beiden letztgenannten Nummern immerhin für etwas wie kurzweilige Aufbruchstimmung. Mit „It’s Alright“ schaffen sie es dann auch noch einmal einige Pluspunkte zu sammeln. Ohne den typischen und altbewährt unauffälligen Melodiebogen Marke New-Hype-Charts versehen, kann dieser Song auch aufgrund seiner beschwingten und Abwechslung erzeugenden Pianoeinlage überzeugen.

Britpop lebt! Spätestens seit den letzten Alben mittlerweile gestandener Musikgruppen wie Panic At The Disco oder den zumindest doch sehr britisch anmutenden Kooks, müsste sich dieser Fakt auch bis in den letzten Pub herumgesprochen haben. Doch da wo gerade genannte Bands ihre eigenen musikalischen Duftmarken versprühen können, verliert sich „Started A Fire“ in zu vielen Vergleichbarkeiten. Und trotz ihrer zweifelsohne netten Melodien, kommen One Night Only nicht aus den Puschen und können sich somit auch nicht von der breiten Masse ähnlicher Bands abheben.

Anspieltipps:

  • Just For Tonight
  • It’s About Time
  • It’s Alright

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