Airbourne - Runnin´ Wild - Cover
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Airbourne Runnin´ Wild


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein kurzweiliges Vergnügen ohne schweinische oder sarkastische Untertöne.

Ganz Recht, werte Herren! Ein Album wie „Runnin´ wild“ muss erst einmal mit einer Hymne wie „Stand up for Rock´n´Roll“ beginnen, vor allem dann wenn man erst sein Debüt veröffentlicht und damit in die übergroßen Fußstapfen von AC/DC treten will. Doch das ist noch lange nicht alles. Ein Blues infizierter Hard Rocker jagt den nächsten, Luft holen kennen die vier Australier von Airbourne anscheinend gar nicht. Moment mal! Joel O´Keeffe (Gesang, Gitarre), David Roads (Gitarre), Justin Street (Bass) und Ryan O´Keeffe (Schlagzeug) kommen auch aus Down Under und bestehen ebenfalls aus einem musikalischem Brüderpaar? Na wenn das kein Zufall ist.

Ungeachtet dieser Tatsache ist der Vierer aus dem Land der Kängurus wirklich eine hervorragende AC/DC-Coverband. Achso, sind ja Eigenkompositionen. Aber jetzt mal im Ernst: Bei der Ähnlichkeit wie hier der Truppe rund um die Gebrüder Young nachgeeifert wird, können Airbourne froh sein, keine Klagen am Hals zu haben. Wahrscheinlich weil die legendären Australier erkannt haben, dass es den vier Jungspunden lediglich um den Spaß an der Sache geht und eine weitere Verbeugung vor den Idolen kann, wenn sie mit einer Inbrunst wie auf „Runnin´ wild“ vorgetragen wird, ja gar nicht so schlecht sein.

Jedenfalls gibt Sänger Joel mit seinem rotzigen Organ eine perfekte Brian Johnson-Imitation ab (mit Ur-AC/DC-Sänger Bon Scott wollen wir ihn dann doch nicht vergleichen) und seine Mitstreiter versorgen die Songs dermaßen energiegeladen und schweißtreibend, dass man das Gefühl hat, der ständig verschobene Nachfolger zu „Stiff upper lip“ (2000) würde endlich im Player rotieren. Lassen wir die Kirche aber mal im Dorf. „Runnin´ wild“ besitzt großes Selbstbewusstsein, rockt an allen Ecken und Kanten und treibt einem den Schweiß ins Gesicht, mit denselben schweinischen oder sarkastischen Untertönen in den Texten können Airbourne jedoch nicht dienen, abgesehen davon, dass sie dem bereits bekanntem Material der legendären Australier nur mit einer etwas moderner Ausrichtung und härterem Klangbild gegenübertreten, denn eigenständig ist am Debüt des Vierers leider nichts. So bleibt es bei einem kurzweiligen Vergnügen, dafür aber bei einem wirklich guten.

Anspieltipps:

  • Blackjack
  • Girls In Black
  • Diamond In The Rough

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