Lovex - Pretend Or Surrender - Cover
Große Ansicht

Lovex Pretend Or Surrender


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 50 Minuten
Artikel teilen:
1/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Lovex aus Finnland: Show und Schein, über Show und Schein. Nicht tot zu kriegen aus unserer schönen Welt.

Ach du Scheiße! In Roy Andersons neuestem Streich „Das jüngste Gewitter“ kommen kurz lustige skandinavische Kajalrocker der aufgesetztesten Sorte vor, die von recht jungen Damen angehimmelt werden. Amüsiert denkt man, es handelt sich um ein antiquiertes Phänomen, der Vergangenheit zugehörig, das HIM so reich wurden, würde heute nicht mehr passieren. Aber denkste!

Nicht tot zu kriegen der Strom an Pseudobands, die sich selbst und ihrer Umwelt derart vehement weiß machen wollen, sie seien echte Rocker, dass jeglicher Appell, jegliche Bloßstellung ungehört verpufft. Lovex sind ein riesengroßer finnischer Fake. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Ihr Gothic-Rock-Metal ist derart schlecht, zusammengeklaut, auf Pubertätsreflexe abzielend und glatt produziert, dass es weh tut. Verbrechen am Rock. Setzen. Sechs!

Mit wie vielen Spuren kann man eine Stimme eigentlich schön produzieren, fragt man sich bei der obligatorischen Ballade „Time And Time Again“. Da drängt „Different Light“, mit seinen 0815-Riffs aus dem Rockstar-Katalog der Nintendo Wii und dem darüber gelegten Keyboardgeklimper, diese vergängliche Grübelei aus der Welt und ersetzt sie mit der nächsten. Melancholieattitüde und Metrosexualität oder anders: Hundeblick durch Kajalaugen – welch missliges Experiment setzte diesen Modevirus bei so vielen Jungadoleszenten der Industrieländer dieser Welt nur frei? Offenbart sich die Antwort, wenn man nur oft genug „My Isolation“ gebannt lauscht? Fragen über Fragen.

Anspieltipps:

  • Turn
  • Different Light
  • Belonging To No One
Neue Kritiken im Genre „Gothic-Rock“
5/10

MTV Unplugged: Unter Dampf - Ohne Strom
  • 2015    
Diskutiere über „Lovex“
comments powered by Disqus