MGMT - Oracular Spectacular - Cover
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MGMT Oracular Spectacular


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

MGMT stehen für avantgardistischen Electro-Pop, der nicht nur von Keyboards und Synthesizern lebt.

Ben Goldwasser und Andrew VanWyngarden haben sich 2002 das erste Mal auf dem Campus der Wesleyan Universität in Middletown, Connecticut getroffen. Aus dieser Bekanntschaft wuchs das Bandprojekt MGMT, das mit wilden Art-Performance-Shows auf dem Uni-Campus begann, über die Veröffentlichung einer 6-Track-EP (01/2005) auf dem von New Yorker Studenten gegründeten Cantora-Records-Label ging, in einer sechsmonatigen existenziellen Post-College-Krise mündete und nun mit dem ersten Longplayer „Oracular Spectacular“ sowie einem Majordeal mit Columbia Records sein Happy End erlebt.

MGMT stehen für avantgardistischen Electro-Pop, der nicht nur von Keyboards und Synthesizern lebt, sondern sich von der breiten Masse durch live gespielte, klassische Rockinstrumente wie Gitarre, Schlagzeug und Bass abhebt. Das gelingt auf „Oracular Spectacular“ allerdings nicht immer gleich gut. Die von David Fridman (Flaming Lips, Mogwai, Weezer, Sleater-Kinney) produzierten Stücke sind immer dann am besten, wenn sich die spleenigen Elektro-Klänge im direkten Kontext mit rockigen Elementen befinden und erst gar kein Verdacht aufkommt, MGMT hätten auch nur entfernt etwas mit quietschenden Popsternchen wie den Scissor Sisters zu tun.

So aufgestellt, fällt die Quote herausragender Songs auf „Oracular Spectacular“ leider etwas mager aus. Doch das, was MGMT an überdurchschnittlichen Songs anzubieten haben, ist dann auch wirklich Güteklasse A. Angefangen bei der hitverdächtigen Single und Namensgeber der Debüt-EP „Time to pretend“, über den coolen Disco-Funk in „Electric feel“ und dem stampfenden Rave-Kaller „Kids“, bis hin zum genial scheppernden Folkrocksong (!) „Pieces of what” – hier zeigen Ben Goldwasser und Andrew VanWyngarden ihr wahres Können. Beim nächsten Mal bitte mehr davon!

Anspieltipps:

  • Kids
  • Electric feel
  • Pieces of what
  • Time to pretend
  • Of moons, birds & monsters

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