The Rocks - Letters From The Frontline - Cover
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The Rocks Letters From The Frontline


  • Label: Weekender/INDIGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

The Rocks kommen aus London, bewegen sich musikalisch leichtfüßig zwischen Indie, Punk und Pop und machen Musik die man zusammenfassend als schwungvollen Brit-Rock kategorisieren könnte. Auch wenn der Albumtitel ihres Debüts „Letters From The Frontline“ dann doch eher martialisch daherkommt - der Inhalt ist alles andere als von aggressiver oder bedrückender Natur.

Mit dem Titeltrack/Albumöffner lässt die Band schon zu Beginn die ersten Steine ins Rollen bringen. Melodiös und charmant rocken sie gerade weg nach vorne, was sich auf dem ebenfalls eingängigen, aber in seiner Tonart etwas rauer und kratzbürstiger anmutenden Nachfolger „The Game Is Up“ dann auch nahtlos fortsetzt. Das ist auch der große Pluspunkt dieser Scheibe: Melodie ist Trumpf, aber dennoch schafft es die Band aus dem Königreich nicht im faden Allerlei immer gleich klingender Melodiestränge stecken zu bleiben.

Mit schrägen Vocals und denen für eine „The“-Band mittlerweile obligatorisch zu scheinenden Hand-Claps gefällt das mit Orgelspiel herrlich auf Retro getrimmte „Foam“ genauso wie die gefühlvolle und von Moll-Gitarre flankierte Rockballade „Tearjerker“. Eine gehörige Portion Trara mit hohem Wiedererkennungswert. Ob die sommerlich-leichte Mid-Temponummer „Call Out The Changes“, das punkig-fetzige „Night Of The Long Knives“ oder das instrumentell am facettenreichsten besetzte „Heartbreak City“. The Rocks gehen „rocks-zuck“ ins Ohr und da sie zudem auf ein zu aalglattes Klangbild verzichten, haben die Songs durchaus Potential um auch langfristig im Gedächtnis zu bleiben.

„Letters From The Frontline“ ist ein extrem unterhaltsames Hörvergnügen, das auch ohne die ganz großen Songhighlights den Spaßfaktor ziemlich lange am Leben erhalten kann. Die Homogenität der Platte und die Tatsache, dass The Rocks in den gesamten 45 Minuten Spielzeit ein konstant hohes Niveau halten können (ohne wirkliche Filler), lässt ihren Erstling im Vergleich mit anderen Britpop-Kapellen hervorstechen. Wer sich mit ähnlichen Gitarren-Combos wie „The View“ oder „The Films“ beglücken kann, der sollte hier auf jeden Fall mal reinhören.

Anspieltipps:

  • Tearjerker
  • On The Roof
  • Heartbreak City
  • Smartest Bomb

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