Mayday Parade - A Lesson In Romantics - Cover
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Mayday Parade A Lesson In Romantics


  • Label: Fearless Records
  • Laufzeit: 57 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Mayday Parade schickt das kalifornische Label Fearless Records, auf dem schon Alben von At The Drive-In, Plaine White T’s, Rock Kills Kid oder Sugarcult erschienen, eine blutjunge Rockband aus Tallahassee, Florida ins Rennen, die gute Chancen hat, im Fahrwasser von Fall Out Boy und Konsorten für Furore bei den Punk- und Emo-Kids zu sorgen. Denn das Quintett besitzt alles, was es zum Durchbruch braucht und um bei Mädels und Jungs gleichermaßen anzukommen. Und das geht so:

Die Songs besitzen exakt die richtige Balance zwischen Härte und Popappeal, die Melodien sind unverschämt eingängig, die Texte dürften jedem Teenager aus dem Herzen sprechen und mit ihren schwarzen Outfits und den süßen Mädchenfrisuren sind Derek Sanders (Gesang), Jeremy Lenzo (Bass), Alex Garcia (Gitarre), Brooks Betts (Gitarre) und Jake Bundrick (Drums) absolut BRAVO-Poster-tauglich. Tokio Hotel, macht euch auf was gefasst!

Gegründet wurde Mayday Parade im Jahr 2005. Ein Jahr später veröffentlichten sie ihre erste EP mit dem Titel „Tales Told By Dead Friends“, von der bis dato über 20.000 Einheiten verkauft wurden. Angespornt von diesem Achtungserfolg enterten die Jungs Anfang 2007 das Tree Sound Studio in Atlanta, wo sie mit den Produzenten Zack Odom und Kenneth Mount (Cartel, All Time Low) ihr Debütalbum „A Lesson In Romantics“ aufnahmen. Abgemischt wurden die Tracks später von Mark Needham (My Chemical Romance, The Academy Is), auf den Markt kam das Album in den USA im Sommer des vergangenen Jahres.

Den Chart-Entry in die Billboard Top 200 hat das Album nicht geschafft. Warum, ist rätselhaft, denn der Sound von Mayday Parade ist nicht neu, so dass sich der Hörer nicht an etwas noch nie da gewesenes gewöhnen muss. Mit einer Mischung aus Power-Pop, Punkrock, Emocore und lustig-langen Songtiteln wie die Kollegen von Fall Out Boy (Beispiele: „If you wanted a song written about you, all you had to do was ask”, „I’d hate to be you when people find out what this song is about” und „You be the anchor that keeps my feet on the ground, I’ll be the wings that keep your heart in the clouds”) sollten Mayday Parade genau den Zeitgeist treffen.

Die europäische Auflage von „A Lesson In Romantics“ kommt ergänzt um zwei Bonus Tracks mit einem Dreivierteljahr Verspätung auf den Markt. Das entschädigt für die lange Wartezeit, denn welche 14-Jährige besitzt schon eine Kreditkarte, um sich die Import-Version im Internet bestellen zu können? Aber jetzt haben wir es geschafft und können gemeinsam mit Mayday Parade leiden („Miserable at best“), schreien („Take this to heart“), weinen („I’d hate to be you when people find out what this song is about“) und schwelgen („Ocean and atlantic“). Das macht durchweg Spaß, auch wenn der eine oder andere Rock-Polizist das als peinlich einstufen wird. Denn der Florida-Fünfer gehört definitiv zu den Bands, die man doof finden darf: Zu cheesy, zu stylish, zu glatt, zu sehr Teeny-Futter. Aber, werte Gemeinde, es kommt von Herzen!

Anspieltipps:

  • Jersey
  • Take this to heart
  • Miserable at best
  • If you wanted a song written about you, all you had to do was ask
  • You be the anchor that keeps my feet on the ground, I’ll be the wings that keep your heart in the clouds
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