Animal Collective - Water Curses EP - Cover
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Animal Collective Water Curses EP


  • Label: Domino/INDIGO
  • Laufzeit: 18 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Vier freakige neue Tracks, teilweise durchgeknallt bis zum Anschlag.

Kaum acht Monate nach „Strawberry Jam“ erscheint nun mit „Water Curses“ bereits eine neue EP von Animal Collective, wobei allerdings bis auf „Seal Eyeing“ alle Stücke während der Sessions zum letzten Album entstanden. Geboten wird allerdings alles andere als schnöde Resteverwertung: Vier freakige neue Tracks, teilweise durchgeknallt bis zum Anschlag.

Bereits der Opener und Titeltrack glänzt mit maximaler Verspultheit, wenn in spielerischer Überdrehtheit der süßliche Gesang („Standing on the bridge I / Wink at you from up high / A talking fish comes as she moves“ - Sonst alles klar?) mit dem hyperaktiven Beat und der Dschungelbuch-Elektronik eins wird. Das ist schon ziemlich einzigartig. Auch „Street Flash“ und „Cobwebs“ bestechen wie gewohnt durch Experimente der gewöhnungsbedürftigen bis abgedrehten Sorte, dafür liebt man halt Animal Collective. Oder eben nicht, denn diese Band bleibt wirklich reinste Geschmackssache.

Die einen empfinden sie als affektiert und gewollt gegen den Strich gebürstet, während die anderen sich an den in der Tat immer zumindest interessanten, meistens jedoch ziemlich großartigen Tracks der Band erfreuen. Strukturen schälen sich aus diesen eigenartigen Experimental-Konstrukten eben nur langsam und lediglich im Ansatz heraus.

Doch Moment! „Water Curses“ hat mit „Seal Eyeing“ zumindest eine Ausnahme zu bieten. Ein kleines Lied, wie im Aquarium 10.000 Meter unter dem Meeresspiegel gesungen. Es blubbert und die Klaviertöne kreisen. Auch Animal Collective wollen manchmal anders sein. Anders als normal. Einfach nur schön.

Anspieltipps:

  • Water Curses
  • Seal Eyeing

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