Nits - Doing The Dishes - Cover
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Nits Doing The Dishes


  • Label: Werf Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Schön, wenn sich etablierte Bands auch nach drei Dekaden immer weiter entwickeln und verändern und den Hörer dabei nicht auf der Strecke lassen. So eine Reise macht der Fan gerne mit. In diesem Sinne: Willkommen bei den Nits!

Schwelgten die Niederländer auf ihrem letzten Werk „Les Nuits“ (2006) noch in sphärischen Art-Pop-Landschaften, geht es heuer deutlich rockiger zu, was für die als New Wave Band gestartete Gruppe ziemlich ungewöhnlich ist. Aber: Es steht ihnen gut! Außerdem verzichtet „Doing The Dishes“ in keiner Weise auf poppige Finessen und tolle Melodien, welche die Nits in rund 30 Jahren Bandgeschichte auf über 20 Alben als Markenzeichen entwickelt haben.

Trotzdem: Die genialen Momente auf „Doing The Dishes“ stellen sich immer dann ein, wenn die Niederländer frei von der Leber weg rocken („The twins“, „The great Caruso“, „Five & Dime“) und Sänger Henk Hofstede immer mehr wie der kleine Bruder von Bob Dylan klingt. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die urwüchsige Instrumentierung mit Banjo, Fiddle und Steel Guitar, die für Country- und Western-Stimmung auf niederländische Art sorgt („Toe in the water“).

Der wohl schönste Song auf „Doing The Dishes“ ist die atmosphärische Halbballade „The flowers“. Mit einer Mischung aus intensivem Gesang, eindringlichen Texten und Gänsehautharmonien, die jeden Schönheitspreis gewinnen können, schwingt sich der Track zur strahlenden Krönung des Albums auf, das gewiss nicht arm an Höhepunkten ist. Die Nits haben noch nie stilistische Grenzen gekannt. Das zeigen sie auch mit ihrem aktuellen Werk, das zu den besten in ihrer langen Karriere zählt.

Anspieltipps:

  • The twins
  • Moon dog
  • The flowers
  • The great Caruso
  • Lenin and the wounded angel

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