Fredrika Stahl - Tributaries - Cover
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Fredrika Stahl Tributaries


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ihrem Debütalbum „Fraction of you“ begeisterte 2007 die Wahl-Französin Fredrika Stahl Kritiker wie Fans gleichermaßen. Nun steht das zweite Album zur Verfügung und wieder versucht die Schwedin die Genres zu vermixen: Jazz-Pop, Chanson, Swing, Reggae oder Folk, Fredrika Stahl macht vor keiner musikalischen Genregrenze Halt. Bis auf zwei Ausnahmen, „Monumental Mismatch“ und „Sir Duke“, komponiert die junge Schwedin die Songs alle selbst und sie gilt nicht umsonst als die neue Hoffnung im Jazz-Pop-Bereich.

In drei Sprachen wird mit zarter Stimme gesungen: Ob Französisch, Schwedisch oder Englisch, Stahl überzeugt nicht nur mit ihrer Vielseitigkeit auf sprachlichem Sektor: Der einzige schwedische Track, „Dina ogon blaa“, verblüfft mit dezenten Reggaeklängen, die dem recht schwungvollen Song gut stehen. Das herrlich altmodische „Oh Sunny Sunny Day“ oder die Swing-Bigband-Nummer „Monumental mismatch“, die kein Geringerer als Mike Stoller, Songschreiber von Hits wie „Stand by me“ oder „Jailhouse Rock“, der aufstrebenden jungen Künstlerin zur Verfügung stellte, lassen einen langsam verstehen, warum die Schwedin so hochgelobt wird. Das Duett mit World Music-Star Jethro namens „Sir Duke“, geschrieben von Stevie Wonder, lebt vom Kontrast der Stimmen, denn die heisere Stimmfarbe von Jethro und das zarte und klare Timbre von Frau Stahl klingen schon recht gegensätzlich.

Das französische „Pourquoi Pas Moi ?“ überzeugt mit stilechten Akkordeontönen, die in Zusammenarbeit mit dem Gesang eine beschwingte Komposition ergeben. Die Balladen „Stuck On A Stranger“ oder „The Damage Is Done“ als Beispiel, werden von Fredrika Stahls hauchzartem Gesang dominiert und glänzen mit gelungenem Songaufbau, viel Gefühl und auch einem gewissen Augenzwinkern. Die meiste Zeit versprüht die CD eher positive Energie denn Melancholie und zieht an den richtigen Stellen das Tempo dann wieder etwas an.

Wenn man sich an die Mischung aus gutem Jazz-Pop, der zeitlos zu sein scheint, und Stahls frischen Ideen gewöhnt hat, könnte die blonde Neu-Französin auch Fans dazugewinnen, die dieses Genre kaum beachten.

Anspieltipps:

  • Pourquoi Pas Moi ?
  • Dina Ogon Blaa
  • Oh Sunny Sunny Day

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